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VR Bank Hessenland wächst weiter

Bilanz VR Bank Hessenland wächst weiter

Für das Jahr 2014 ziehen die Vorstände der VR Bank Hessenland erneut eine positive Bilanz – trotz ­eines schwierigen Marktumfelds, wie sie betonen.

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Richard Wagner (von links), Ralph Kehl, Helmut Euler und Werner Braun präsentierten die Bilanz der VR Bank Hessenland in Kirchhain.

Quelle: Andreas Schmidt

Kirchhain. „In unseren Gesichtern können Sie Freude sehen über eine gute Entwicklung, die wir im vergangenen Jahr hatten“, sagt Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Hessenland. „Es ist uns gelungen, uns im Markt gut zu behaupten“, sagt Euler. Die Bank verzeichne ein Geschäftsvolumenwachstum von 5 Prozent oder 114 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro. „Wir haben mit der Hälfte gerechnet, 2,5 Prozent waren unsere Planung, ­daher sind wir sehr zufrieden“, betont Euler.

Zum Ergebnis beigetragen hat ein Wachstum im Kreditgeschäft von 6,4 Prozent und ein um 4,1 Prozent erhöhtes Kundenanlagevermögen. Daher sollen auch die Mitglieder der Bank am Geschäftserfolg durch eine Dividendenzahlung von 6 Prozent partizipieren. „Wir verfügen über eine sehr robuste wirtschaftliche Verfassung – die Anstrengung im Markt und der Wettbewerb um den Kunden wird aber schwieriger“, sagt Euler, „zudem werden die Rahmenbedingungen auch nicht leichter“.

Kreditgeschäft läuft gut

So macht das anhaltende Niedrigzinsumfeld allen Banken derzeit zu schaffen. Es habe sich der Trend zu kurzfristigen Geldanlagen nahtlos fortgesetzt. So verzeichneten die Geldanlagen außerhalb der Bilanz, wie Wertpapieranlagen, Fonds oder Aktien, ein Wachstum um 7,3 Prozent, während die klassischen Geldanlagen in der Bankbilanz um 2,3 Prozent stiegen.

Besonders erfreulich habe sich erneut das Kreditgeschäft entwickelt. Der Umfang der Neukreditzusagen lag mit 118 Millionen Euro über den Erwartungen, im Vorjahr waren es jedoch noch 141 Millionen Euro. „Es ist aber trotztem das Drittbeste in unserer Geschichte“, so Euler. Vor allem die Wachstumsimpulse aus der Finanzierung von Investitionen in die erneuerbaren Energien seien abgeflacht. Unter Berücksichtigung der Tilgungen in Höhe von 70 Millionen Euro erhöhte sich der Kreditbestand um 6,4 Prozent.

Die solide Geschäftspolitik zeige sich auch durch einen Eigenkapitalanstieg um 7,2 Millionen Euro auf 139 Millionen Euro – ein Wachstum um 5,5 Prozent. Auch die Mitgliederzahl konnte die VR Bank im vergangenen Jahr um 577 auf 41 171 steigern. „Unser Ziel ist es, pro Jahr einen Zuwachs von 500 zu erreichen“, erläutert Euler. Das sei erneut gelungen.

Kundenservice per Telefon

Das Direktbank-Geschäft will die Bank auch künftig weiter ausbauen. „Unsere Strategie ist das Personengeschäft – aber wir wollen auch den direkten Kanal über das Internet weiter ausbauen. Wir wollen eine kombinierte Strategie bieten“, verdeutlicht Euler. Jährlich sehe man zweistellige Wachstumsraten. Auch ein weiterer Weg war sehr erfolgreich: Der telefonische Zugang, in dem wochentags von 7 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr qualifizierte Bankkaufleute arbeiten.

Das Ziel sei es, kleinere Service-Anliegen sofort zu erledigen. Vergangenes Jahr habe es mehr als 92 000 Anrufe gegeben, täglich wurden bis zu 700 Servicewünsche an die Mitarbeiter herangetragen – „74 Prozent konnten sofort fallabschließend bearbeitet werden“, erläutert Helmut Euler.

Wichtig seien für die VR Bank Hessenland qualifizierte Mitarbeiter. Daher investierte die Bank vergangenes Jahr 353 000 Euro in die Weiterbildung. 17 Mitarbeiter haben mittlerweile ein duales Studium erfolgreich absolviert, weitere 17 Studierende befinden sich auf dem Weg zum Bachelor-Abschluss. Und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung komme die Bank durch derzeit 36 Auszubildende nach.

VR-Bank startet Crowdfunding-Projekt

Der Vorstand betont, dass das soziale Engagement der Bank fester Bestandteil der Geschäftspolitik ist. Mittlerweile seien 31 sogenannte „VR-Mobile“ im Dienste sozialer Einrichtungen für eine gute Sache auf den Straßen unterwegs. In den vergangenen fünf Jahren habe die Bank 1 433 Vereine oder Institutionen mit 922 000 Euro unterstützt. Die Vergabe von Stipendien – derzeit zehn junge Menschen – habe sich bewährt.

Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ bietet die VR Bank ihren Mitgliedern ab März ein weiteres Novum: Über die Homepage der Bank können Projekte mit gemeinnützigem Charakter veröffentlicht werden, um so Unterstützer zu mobilisieren – ganz im Sinne des „Crowdfundings“. Die VR Bank managt den Prozess und will Projekte finanziell unterstützen.

Die Vorstandsmitglieder sehen in dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld, der demografischen Entwicklung, dem Trend zur Digitalisierung sowie der steigenden aufsichtsrechtlichen Regulatorik die größten Herausforderungen für die Zukunft. Risiken aus Preisblasen hätten im Geschäftsgebiet der Bank keine Relevanz.

von Andreas Schmidt

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