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Wassermangel hat dank Spenden ein Ende


SV Großseelheim Wassermangel hat dank Spenden ein Ende

Die Wasserknappheit 
auf der Sportanlage des 
SV Großseelheim hat dank eines Tiefbrunnens ein 
Ende. VR Bank Hessenland und Sparkasse spendeten dafür.

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Bei der symbolischen Scheckübergabe: Ulrich Kreider (von links) und Bernd Reitz von der VR Bank, Bürgermeister Olaf Hausmann, Ortsvorsteher Helmut Hofmann, Helmut Schmidt von der Sparkasse und Vereinsvorsitzender Ludwig Klingelhöfer.

Quelle: Klaus Böttcher

Großseelheim. „Wenn die Berieselungsanlage an war, gab es oben im Vereinsheim kein Wasser mehr“, schildert der Leiter der Fußballabteilung Uwe Klingelhöfer den Wassernotstand, den es insbesondere bei trockenen Sommern immer wieder gab.

Die Bewässerungsanlage für den Rasenplatz benötige 8500 Liter Wasser in der Stunde, die Zuleitung zum Vereinsheim brachte allerdings nur 7000 Liter, erklärt er weiter. Dann kam die Idee mit dem Tiefbrunnen und nach der Umsetzung gibt es mehr Wasser als benötigt wird. Man hatte einen Zwischenspeicher geplant, der war aber nicht nötig, da der Brunnen eine ­Wassergarantie von 12.000 bis 14.000 Liter Wasser pro Stunde hergibt.

Die Mitglieder des Großseelheimer Sportvereins krempelten wieder mal die Ärmel hoch und leisteten 250 Stunden ehrenamtliche Arbeit mit Peter Wardenski und David Roder an der Spitze. „Die Firma hat nur das 65 Meter tiefe Loch gebohrt und die Pumpe runtergelassen“, betont Uwe Klingelhöfer. Die Bewässerungsanlage war schon da – und trotzdem hat der Bau des Tiefbrunnens nochmals 18.000 Euro verschlungen. Deshalb freut sich der Verein über die Spenden. Dazu gehören 5000 Euro vom Förderverein des SV, 10.590 Euro von der VR Bank Hessenland, 2000 Euro von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und 500 Euro von der Stadt Kirchhain.

Bürgermeister: Vereinsförderrichtlinien geändert

Die Spende der VR Bank Hessenland ist nach dem Crowdfunding-Prinzip zusammen­gekommen. Das bedeutet, der Verein musste eine bestimmte Anzahl von Unterstützern dieses Projektes in einem bestimmten Zeitraum zusammenbekommen. Pro Spende des Unterstützers legte die VR Bank die gleiche Summe nochmals drauf, höchstens jedoch 50 Euro. Die vorher festgelegte Summe von 8000 Euro sollte von 100 Fans in 90 Tagen erbracht werden. „Der Gedanke der VR Bank ist es, dass bestimmte Dinge selbst gefördert werden“, sagte Bernd Reitz von der Bank und ergänzte: „111 Personen aus der Region haben gespendet.“

Zusammengekommen sind so 10.590 Euro. Da das Crowdfunding einige Zeit in Anspruch nehme, spendeten wir eine Anschubfinanzierung, sagte Helmut Schmidt von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Das seien 10 Prozent der geplanten Kosten von 20.000 Euro, also 2000 Euro gewesen.
Eine Aussage des Kirchhainer Bürgermeisters Olaf Hausmann wird den Vereinsvorsitzenden Ludwig Klingelhöfer freuen, der die Geschichte vom Hartplatz bis zum Tiefbrunnen beleuchtet hatte.

Die Vereinsförderrichtlinien seien geändert worden, betonte Hausmann, deshalb könnten Vereine wieder mehr unterstützt werden. Mit dem Verein freute sich Großseelheims Ortsvorsteher Helmut Hofmann, der erklärte, der Sportverein handele nach dem Motto: „Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Durch die jüngste Aktion werde der Verein einige Kosten einsparen, lobte er.

von Klaus Böttcher

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