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Ute Köhler gibt den Staffelstab weiter

Verabschiedung bei Firma HOPPE Ute Köhler gibt den Staffelstab weiter

Die langjährige Sprecherin des Arbeitskreises Schule – Wirtschaft Marburg, Ute Köhler, wurde im Stadtallendorfer Werk der HOPPE-Gruppe verabschiedet.

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Frauke Syring (von links), Rainer Hoffarth, Achim Dierich, Ute Köhler und Unternehmer Wolf 
Hoppe bei der Verabschiedung der Arbeitskreis-Sprecherin.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. „Ich wollte den Abschied der Ute Köhler gerne bei HOPPE haben“, betonte der alleinige Vorstand der HOPPE-Gruppe, Wolf Hoppe, bei der Begrüßung. Rund 30 Lehrerinnen und Lehrer sowie einige Vertreter anderer Unternehmen waren gekommen, um Ute Köhler zu verabschieden und das Stadtallendorfer Werk kennenzulernen.

Mit dem Wunsch der Verabschiedung bei HOPPE hatte der Unternehmer schon die Wertschätzung des Arbeitskreises (AK) und deren Sprecherin Ute Köhler bekundet. Vielen Lehrern fehle die Realität mit der Wirtschaft, deshalb danke er dem AK und besonders der Sprecherin für die Intensität und das Engagement, so der Unternehmer.

Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Schule Wirtschaft Nordhessen, Frauke Syring, stellte die Begeisterung heraus, mit der Ute Köhler an den Unternehmungen des AK teilnehme und seit 22 Jahren den AK ebenso begeistert leite. Sie skizzierte die Ziele des AK, bei denen die Lehrer sich fortbilden, um die Schüler intensiver auf das Arbeitsleben vorbereiten zu können und schließlich die Kontakte mit den Betrieben knüpfen. Dieses Netzwerk habe Ute Köhler in der Region aufgebaut und den AK geprägt, lobte die Geschäftsführerin.

Nachfolger als Sprecher des AK sind Rainer Hoffarth, der Ute Köhler schon seit 2007 unterstützt, und Achim Dierich, der seit einem Jahr als Sprecher fungiert. Beide versprachen, im Sinne Ute Köhlers den AK weiter zu leiten. Ute Köhler bezeichnete beide bei ihren Abschiedsworten als einen Glücksfall für den AK.

Bei rund 130 Firmen hinter die Kulissen geschaut

Die gelernte Großhandelskauffrau Ute Köhler stammt selber aus einem Betrieb und hat deshalb einen Bezug zur Wirtschaft. Damals seien Lehrer gesucht worden, die aus einem Betrieb kommen, erklärte sie ihren Sprung zur Schule. In all den Jahren, denen sie dem AK angehörte und ihn dann leitete, habe man gemeinsam etwa 130 Betriebe im Landkreis und darüber hinaus besucht, sagte Ute Köhler und dankte den Firmen.

Wolf Hoppe gab den Gästen zunächst einen Überblick über die gesamte HOPPE-Gruppe, deren Produkte und die Firmenphilosophie, bevor das Werk besichtigt wurde. Das Werk in Stadtallendorf ist eine der sieben Produktionsstätten des international tätigen Familien-Unternehmens.

Hergestellt wird „Wohnkultur im Detail“, wie der Unternehmer ausführte, und zwar in Form von Türbeschlägen und Fenstergriffen aus den Materialien Aluminium, Edelstahl, Kunststoff und Messing. Seit Mitte der 70er Jahre gilt HOPPE als Marktführer seiner Branche in Europa, weltweit sieht sich das Unternehmen als Kompetenzführer. Geführt wird es in der zweiten Generation von den beiden Brüdern Wolf und Christoph Hoppe.

Unternehmen setzt auf wertebasierte Führung

Der Fortbestand von HOPPE als eigentümergeführtes Familien-Unternehmen sei formal durch die im vergangenen Jahr erarbeitete Familien-Charta gesichert, erläuterte Wolf Hoppe. Sein Sohn Christian sei als dritte Generation bereits seit mehr als drei Jahren im Unternehmen tätig.

Einen Schwerpunkt der Ausführungen legte er auf die wertebasierte und sinnorientierte Führung im Unternehmen. „Ich möchte, dass sich die Mitarbeiter Lebens-Qualität am Arbeitsplatz erarbeiten können“, fasste Hoppe zusammen. Die Mitglieder des AK interessieren sich besonders für die Ausbildung in den Betrieben. „Wir haben seit 1965 943 Lehrlinge ausgebildet“, sagte Wolf Hoppe dazu. Derzeit seien es 64 Lehrlinge in 11 Ausbildungsberufen, im September kämen 33 dazu. Praktika und duales Studium seien im Betrieb möglich.

von Klaus Böttcher

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