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Umsatz von dm steigt auch im Landkreis

Drogeriekette Umsatz von dm steigt auch im Landkreis

Ein sattes Umsatzplus von 25,4 Prozent verzeichneten die dm-Drogeriefilialen im Kreis. Dem Unternehmen geht es deutschlandweit gut. Gestern verkündete es Rekordzahlen in seiner Bilanz.

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Unter anderem in der Neuen Kasseler Straße in Marburg betreibt dm einen Markt.Fotos: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Babynahrung, Toiletten- und Küchenpapier: Das sind nach wie vor die Produkte, die bei dm am meisten verkauft werden. In der Studentenstadt Marburg allerdings gibt es eine Besonderheit: „Bio-Produkte und vegane Lebensmittel sind in der Filiale am Erlenring besonders stark gefragt“, sagt Alexander Hüge, verantwortlicher Leiter für die Region Nord-, Ost und Mittelhessen, im OP-Gespräch. Ob glutenfreie Müsliriegel, Lippenstifte oder Windeln: Das Geschäft brummte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz von dm in Deutschland um 7,5 Prozent auf einen Wert von rund 5,8 Milliarden Euro, teilte das Karlsruher Unternehmen gestern mit. Auch die Geschäfts-Zahlen im Landkreis-Marburg sind besser als im Vorjahr: Von September 2012 bis September 2013 machte die Drogeriekette im Landkreis einen Umsatz von 10,6 Millionen Euro, erklärte Alexander Hüge. Das sei ein Umsatzwachstum von 25,4 Prozent. Das Wachstum des Unternehmens insgesamt betrug 14,3 Prozent.Die Zahlen aus dem Landkreis waren schon in den Vorjahren deutlich höher als die Gesamtzahlen. Zum Gewinn äußert sich das Unternehmen grundsätzlich nicht. Die nötige Umsatzrendite von etwa einem Prozent sei erreicht, hieß es.

„Wir spüren auch den Schlecker-Effekt in unserer Bilanz“, sagt Hüge. Das Umsatzwachstum von 25,4 Prozent im Landkreis sei aber auch darauf zurückzuführen, dass im März 2012 der größte dm-Markt in Marburg eröffnet wurde: Die Filiale in der Nordstadt legt kräftig zu.

Konzernchef Erich Harsch sieht die guten Zahlen des seit 40 Jahren bestehenden Drogeriekonzerns vor allem als Folge „großer Kundenzufriedenheit“. Für das nächste Jahr plant das Unternehmen 150 neue Märkte und Rekordinvestitionen von 230 Millionen Euro allein in Deutschland. Konzernweit will Harsch 300 Millionen Euro ins dm-Netz stecken. Große Wachstumsimpulse seien aber in keinem Sortiment zu erwarten. Wie groß und nachhaltig der „Schlecker-Effekt“ sei, könne man noch nicht sagen. dm sei auch auf bestehenden Flächen gewachsen. Das Unternehmen prüft „jede Möglichkeit, die sich bietet“, um weiter zu expandieren. Das bestätigt Hüge für die Region. Im Landkreis investierte dm im vergangenen Geschäftsjahr fast eine Million Euro, die Hälfte davon in den Umbau der Filiale im Marktdreieck Marburg am Erlenring. Der Anfang des Monats neu errichtete Markt in Kirchhain sei eine weitere große Investition.

Das Karlsruher Unternehmen hat laut seiner gestern veröffentlichten Bilanz einen Marktanteil bei Drogeriewaren von mehr als 20 Prozent. Im März 2012 lagen sie noch bei 18,5 Prozent, gefolgt von Aldi mit knapp zwölf Prozent, gefolgt von Rossmann mit knapp elf Prozent. Von dem erfolgreichen Geschäftsjahr sollen auch die Mitarbeiter profitieren. An die Beschäftigten in Deutschland wurden zum Ende des Geschäftsjahres mehr als 13 Millionen Euro ausgeschüttet. Für eine Vollzeitkraft in der Region bedeute dies eine Ergebnisbeteiligung von 700 Euro - in Form eines Wertgutscheins, so Hüge. Der Gutschein hätte den Vorteil, dass dies nicht versteuert werden müsse.

In den derzeit vier Märkten im Kreis - in Kirchhain, Marburg und Stadtallendorf - sind 63 Mitarbeiter (vier mehr als im Vorjahr) beschäftigt, davon 32 in Teilzeit. 85 Prozent der dm-Mitarbeiter sind Frauen, so Hüge. Er betont, dass dm nach Tarif bezahlt und auch übertarifliche Leistungen erbringt. Außerdem seien keine externen Dienstleister beim Unternehmen beschäftigt, so seien auch die Wareneinräumer Angestellte von dm.

Vor Kurzem hat dm die Zusammenarbeit mit dem Internetanbieter Amazon beendet. dm habe eine Zeit lang Eigenmarken über Amazon vertrieben. Dieser Versuch sei beendet worden. Man wolle sehen, wie man sich im Online-Handel künftig aufstellt, ohne diesen durch höhere Preise im Laden quersubventionieren zu müssen, so Hüge.

von Anna Ntemiris

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