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Umbau in Party-Bar beginnt

Desbarado Umbau in Party-Bar beginnt

Das Desbarado in Marburgs Oberstadt schließt. Der neue Inhaber Jiorgos Patounis will aus der beliebten wie umstrittenen Bar ein neues Lokal machen. Das Vorhaben startet ab Montag mit einem zweiwöchigem Umbau.

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Am Samstag öffnet das Desbarado zum letzten Mal. Dann wird die Bar in der Reitgasse nach einem Umbau unter neuer Regie und mit neuem Namen fortgeführt.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Nachdem die OP vor einer Woche berichtete, dass das Desbarado in der Reitgasse schließt, gab es viele und unterschiedliche Reaktionen. Die meisten werteten den Neuanfang positiv. In der Vergangenheit war das Desbarado immer wieder aufgrund von Beschwerden über Ruhestörung und Gewaltvorfällen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten.

Andere meinten, es werde nur der Name verändert, sonst bleibe alles beim Alten. Gerüchte und Meinungen gibt es in der Gastronomie immer viele, sagt Jiorgos Patounis. Der 52-jährige Marburger hat das Desbarado übernommen und will aus den Räumen ein neues Raucherlokal machen. Besucher müssen mindestens 21 Jahre alt.

„Am Ende zahlt jeder seine Rechnung“: Mit diesem Satz kommentiert er die Meinungen. Er müsse schauen, dass das Geschäft läuft, sagt er über die Gerüchteküche. In seiner Küche soll es künftig eine Auswahl an Salaten, hausgemachte Hamburger und Gerichte im mittleren Preissegment geben.

Patounis spricht von „Event-Gastronomie“, meint damit aber nicht die Menüs, sondern das Ambiente. Der Ausblick, die Lage in der historischen Altstadt oder die hohen Räume zum Beispiel. Ab Montag werden 300 Quadratmeter Fläche umgebaut. Die voraussichtliche Umbauphase soll in zwei Wochen abgeschlossen sein. „Heller, freundlicher, schlichter soll alles werden“, sagt Patounis.

Live-Konzerte und „Tatort“

Zudem wird Patounis ein Sicherheitskonzept erstellen müssen, um die Auflagen der Stadt zu erfüllen – und um das Image des Desbarado loszuwerden. Eine bundesweit tätige Security-Firma, die auch für große Discotheken arbeitet, werde für die Sicherheit zuständig sein. Sechs Männer und Frauen sollen abwechselnd im Einsatz sein.

„Die haben Erfahrungen“, betont Patounis. Und sollte es einen Vorfall geben, sei die Firma dafür haftbar zu machen. Dies habe er entsprechend vertraglich regeln lassen. Ein Teil – etwa die Hälfte – des Desbarado-Personals für Bedienung und Küche übernimmt Patounis.

Mit dem neuen Team in der Gaststätte, deren Namen er noch nicht nennt, möchte er künftig auch Veranstaltungen anbieten. Live-Konzerte oder sonntagabends „Tatort“ zeigen – dieses Event ist in Großstädten schon längst populär in der Gastronomie, in Marburg zeigen nur wenige Kneipen die Krimi-Serie.

von Anna Ntemiris

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