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UKGM: Mehr Personal ist unrealistisch

Rhön Klinikum UKGM: Mehr Personal ist unrealistisch

Die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach Schaffung von 162.000 Stellen in deutschen Krankenhäusern ist aus Sicht des UKGM mit immensen Kostensteigerungen und letztlich höheren Krankenversicherungsbeiträgen verbunden „und ist somit relativ unrealistisch“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Zudem ist das Fachpersonal am Arbeitsmarkt nicht verfügbar.“ Für diesen Mittwoch hat die Gewerkschaft einen Warnstreik am Klinikum angekündigt.

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Die Geschäftsführung des Uni-Klinikums sieht keinen Spielraum, zusätzliches Personal einzustellen.

Quelle: dpa

Marburg. Seit Einführung des Systems der Fallpauschalen sei der ökonomische Druck im Gesundheitswesen angestiegen.

Die von der Gewerkschaft für den heutigen Aktionstag genannte Zahl von 162.000 fehlenden Mitarbeitern, insbesondere in der Pflege, könne weder überprüft noch bestätigt werden. Nach Ansicht des UKGM handelt es sich dabei um eine „politisch motivierte Größenordnung“. Bei wachsenden Aufgaben sei „punktuell ein Mehr an Personal darstellbar“.

Darüber hinaus steige die Anzahl von Untersuchungen und Behandlungen kontinuierlich, während gleichzeitig die durchschnittliche Verweildauer der Patienten in der Klinik abnimmt.

„Klar ist aber auch an dieser Stelle: Diese zusätzlichen Kosten müssten letztlich auch vom Gesundheitssystem und damit von den Versicherten getragen werden.“ Aus Sicht des UKGM gibt es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Zahl des eingesetzten Personals und der Behandlungsqualität. Insofern lehnt die Geschäftsführung des UKGM hoheitlich vorgegebene Personalmindeststandards ab.

Wie die OP mehrfach berichtete, findet diesen Mittwoch, 24. Juni, am Universitätsklinikum ein Warnstreik der nicht-ärztlichen Beschäftigten statt. Hintergrund ist die laufende Tarifauseinandersetzung zwischen Arbeitgeber und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Patienten müssen mit Terminausfällen rechnen. Der Notdienst sei jedoch sichergestellt.

von Anna Ntemiris

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