Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Teka-Team feiert Jubiläum

Kaufhaus mit Tradition Teka-Team feiert Jubiläum

Freude in der Marburger Nordstadt: Das Kaufhaus in der Bahnhofstraße feiert sein 125-jähriges Bestehen. Das Haus hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Was 1889 als Aussteuerhaus C. A. Hartmann begann, wurde 1951 zum Kaufhaus Teka.

Voriger Artikel
„Ruhestand müssen wir erst lernen“
Nächster Artikel
CSL Behring weicht umstrittene Gehaltsstruktur auf

Das Ehepaar Bernd und Waltraud Brinkmann führt das Kaufhaus Teka in der Bahnhofstraße. Anlässlich des Jubiläums zeigten die Inhaber historische Aufnahmen. Zum Jubiläum gratulerten auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Zweiter von rechts) und Unternehmer Harald Kühn.Foto: Scholz

Marburg. Auch wenn das 125. Jubiläum des Kaufhauses vor allem ein Grund für die Kunden zum Feiern sein sollte, wie Inhaber Bernd Brinkmann findet, gab es am Dienstagabend im kleinen Kreis ein Zusammentreffen von Mitarbeitern, Nachbarn und Familie, „um einmal darauf anzustoßen“. Besonders freute sich Brinkmann darüber, dass auch seine kleine Enkeltochter dabei war und die Runde ein bisschen aufmischte.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle überreichte eine Ehrenurkunde des Magistrats der Stadt Marburg an Brinkmann, der 1998 das Kaufhaus übernahm. Bereits bei seinem ersten Besuch bei Teka habe er damals gemerkt, dass Teka anders sei als andere Kaufhäuser. „Wir müssen Teka lernen“, stellte er damals fest und dieser Satz ist bis heute seine Philosophie.

Eigentlich wollte Brinkmann 2001 nur das Schild an der Hauswand erneuern, aber dies genehmigte ihm die Stadt nicht. Heute zeigt er sich sehr dankbar für diese Entscheidung, denn sie war ausschlaggebend dafür, die historische Fassade freizulegen und wiederherzustellen. Nachdem viel Arbeit in den Umbau und die Modernisierung gesteckt wurde, sollten am 6. Dezember 2006 die Türen wieder für Kunden geöffnet werden.

In der Nacht zu diesem Nikolaustag zündete ein Brandstifter allerdings ein Auto neben dem Kaufhaus an. Dadurch entstand auch ein erheblicher Schaden am und im Gebäude, vor allem waren die Räume voller Rauch und Asche. Die bis dahin geleistete Arbeit war damit zunichte gemacht und es musste sieben Monate lang wieder aufgeräumt und von Grund auf neu renoviert werden. Während dieser Zeit kamen auch Fragen und Zweifel auf, ob man sich das noch mal antun will und ob man den Schritt zur Erneuerung und Veränderung wagen will. „Wir haben uns für den Einzelhandel in Marburg entschieden“, sagte Brinkmann und schloss damit auch seine Frau mit ein, denn sie unterstützt ihn tatkräftig in der Geschäftsleitung. Bei dieser Entscheidung spielte auch die Belegschaft des Kaufhauses eine wichtige Rolle. „Die Mitarbeiter haben Blut und Wasser geschwitzt“, schilderte der Inhaber. Dank der vielen Anstrengungen und Mühen konnte 2007 das neue alte Teka eröffnet werden.

Nach dieser bewegten Vergangenheit blickt Inhaber Brinkmann zuversichtlich in die Zukunft. Wie er beschreibt, wäre er das Risiko nicht mehr eingegangen, wenn er nicht an die Zukunft glauben würde. Für ihn sind nicht die Gewinne und die Betriebswirtschaft, ausschlaggebend weiterzumachen. Er hat ein eigenes, individuelles Konzept, was noch eine gewisse Zeit eine Existenzberechtigung haben wird, wie Brinkmann denkt.

Auch Christian Großmann, Vorsitzender des Werbekreises in der Nordstadt, betont, dass die Läden in der Marburger Nordstadt aus der Region für die Region und somit für die Menschen da sind.

von Lisa Scholz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr