Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° stark bewölkt

Navigation:
„Teilzeit-Chef“ hat Nachfolge bereits geregelt

Familienbetrieb Elkas „Teilzeit-Chef“ hat Nachfolge bereits geregelt

Jürgen Lohse fing 1974 bei Elkas im elterlichen Betrieb an, übernahm zwei Jahre später bereits Verantwortung – und gab diese bis heute nicht ab: Jüngst wurde er für sein 40-jähriges Dienstjubi­läum geehrt.

Voriger Artikel
Kassiererin stiehlt Pfandgeld
Nächster Artikel
Niedrige Zinsen stärken Kreditvolumen

Zum 40-jährigen Dienstjubiläum als Geschäftsführer der Firma Elkas erhielt Jürgen Lohse (Zweiter von rechts) den Dank und die Anerkennung vom technischen Geschäftsführer Jürgen Siegel (von links), Personalleiter Albrecht Jakob, Betriebsratsvorsitzenden Peter Scheld sowie von Andreas Tielmann, dem Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill.

Quelle: Joshua Müller

Gladenbach. Von allen Seiten kam am Freitagvormittag die Anerkennung für den langjährigen Verdienst von Jürgen Lohse, Inhaber und Geschäftsführer des Familienbetriebs Elkas mit Sitz in Gladenbach.

Andreas Tielmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill, sprach von einer „vorbildhaften Lebensleistung“, Betriebsratsvorsitzender Peter Scheld lobte den „fruchtbaren Austausch“ zwischen Lohse, dem Betriebsrat sowie der Geschäftsführung, und Jürgen Siegel setzte in seiner Rede bei der preußischen Erziehung Lohses an.

„Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Freimut, Gewissenhaftigkeit, Zielstrebigkeit – all diese Eigenschaften sind bei Jürgen Lohse zu finden“, hob der technische Geschäftsführer von Elkas hervor. Lohse setze sich in besonderem Maße für die Firma ein, spreche Unannehmlichkeiten an und werde nicht müde, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Mit verschiedenen Ehrenämtern übernehme Lohse auch Verantwortung in der Region, ergänzte Tielmann.

Nach dem Tod des Vaters stand Lohse in der Pflicht

Jürgen Lohse, Jahrgang 1948, wurde im Gladenbacher Ortsteil Weidenhausen geboren. Nach seinem Schulabschluss studierte er in Darmstadt Maschinenbau und Volkswirtschaftslehre und absolvierte anschließend in Mannheim eine Ausbildung als Schweißfachingenieur.

1974 stieg er bei Elkas in Gladenbach als technischer Angestellter ein. Ein Jahr darauf verstarb der geschäftsführende Vater, ab Januar 1976 übernahm der Sohn die Verantwortung des Familienbetriebs.
„Ich fand ein Mitarbeitergerüst vor, das mir Vertrauen schenkte“, erläuterte der Jubilar rückblickend. Auch der Rückhalt in der Familie habe immer gestimmt. Mit seiner Ehefrau Marieluise Rüffel-Lohse ist er seit 40 Jahren zusammen, beide haben zwei Kinder.

In naher Zukunft wird die Ära Lohse jedoch zu Ende gehen: Seit August vergangenen Jahres hat der 67-Jährige die Aufgabe des „Teilzeit-Chefs“ übernommen, sitzt nicht mehr jeden Tag im Büro. „Es wird einen schleichenden Abgang geben, wenn die gesundheitlichen Bedingungen stimmen“, erklärt er.

Die Nachfolge sei aber bereits geregelt. Da die Kinder ihren eigenen Weg gehen und den Familienbetrieb nicht fortführen werden, wird das Zepter an den langjährigen Mitarbeiter und bisherigen technischen Geschäftsführer Jürgen Siegel weitergereicht. „Ab und an wird man mich aber noch in der Firma sehen“, sagt Lohse grinsend. Fleiß und Treue gehören eben auch zu den preußischen Tugenden.

von Joshua Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr