Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Tegut beginnt Markt-Umbau in Cappel

Einkaufszentrum Tegut beginnt Markt-Umbau in Cappel

Während die Tegut-Zentrale in Fulda noch sparsam mit Informationen zum geplanten Einkaufszentrum ist, wurden die Grundzüge der Pläne bereits im Bauausschuss vorgestellt.

Voriger Artikel
Haarige Angelegenheit mit Spaßfaktor
Nächster Artikel
Anwälte sprechen über "Berufsversehen"

Baustelle Tegut Cappel. Panorama-Fotomontage: Thorsten Richter (thr)

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Vorbereitungen für den Umbau des Tegut-Marktes in Cappel haben begonnen. „Aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen kommt eine Sanierung nicht in Frage, da dies die Kosten eines Neubaus überschreiten würde“, erklärt Stella Kircher von der tegut-Unternehmenskommunikation. Auch der Bau einer Tiefgarage sei zu kostenaufwändig. Ein Baubeginn war ursprünglich für 2010 vorgesehen, dann waren die Konzepte überarbeitet und ein Baubeginn für 2012 festgelegt worden.

Der neue Markt sollte eigentlich in diesem Frühjahr fertig sein - auch dieser Zeitplan wurde nicht eingehalten. Nachdem das Schweizer Unternehmen Migros im Januar dieses Jahres tegut übernommen hat, hätten sich beide Partner „zunächst aneinander gewöhnen“ müssen, erklärt Kircher. Man habe zunächst „zeitliche und personelle Ressourcen“ für die neue Kooperation benötigt.

Daher seien die Pläne verschoben worden - nach Ostern werden aber die Abstimmungen fortgesetzt, sagte sie auf Anfrage der OP.

Details zum Konzept wollte Kircher noch nicht mitteilen. Nach Ostern sollten erste Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt werden, hieß es.

L-förmiges Gebäude

Im Bauausschuss der Marburger Stadtverordnetenversammlung stellten Baudezernent Dr. Franz Kahle (Grüne) und Baudirektor Jürgen Rausch aber Grundzüge der Planungen vor:

n Das gesamte Gelände wird auf Erdgeschoss-Niveau des Lebensmittelmarktes angehoben. Der Standort, sowohl als Nahversorgungsstandort für Cappel und den unteren Richtsberg als auch wegen der Nähe zur Stadtautobahn für Pendler attraktiv, würde deutlich aufgewertet. Anstelle der Tiefgarage entsteht eine große Parkfläche auf dem früheren TÜV-Gelände - neben dem Markt. Insgesamt sollen gut 220 Parkplätze entstehen.

n Abstand genommen hat tegut von den ursprünglichen Plänen, den Markt mit einer weithin sichtbaren Kuppel zu krönen.

n In das L-förmige Gebäude ziehen auch Filialen der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, von Aldi, der Modekette Ernest Family und der Schuhkette Deichmann ein.

n Die Zufahrt von der Schubertstraße wird gesperrt.

Pkw werden über die Marburger Straße auf das Marktgelände geleitet. Von der Beltershäuser Straße wird die Zufahrt zum Markt für Pkw aus Richtung Stadtautobahn/Cappeler Straße möglich sein, entsprechend ist eine Ausfahrt aus dem Markt auf die Beltershäuser Straße in Richtung Ebsdorfergrund geplant.

Aus Richtung Beltershäuser Straße ist außerdem ein barrierefreier Zugang für Fußgänger vorgesehen.

n Die Warenanlieferung ist etwa im Knick der beiden Gebäudeschenkel vorgesehen. Aus Lärmschutzgründen wird die Zone eingehaust.

n Zur Schubertstraße hin werden Lärmschutzwände das Marktgelände begrenzen.

n Die Verkehrsführung um den Markt wird verändert. Die Kreuzung Cappeler Straße/Umgehungsstraße wird zum Kreisel umgebaut.

n Endgültig muss das Verkehrskonzept noch im Behindertenbeirat und im Radverkehrsbeirat abgestimmt werden.

n Das Marktdach wird begrünt und mit Fotovoltaik-Anlagen versehen.

n Das Bauvorhaben soll in mehreren Bauabschnitten voranschreiten und, so schätzt man bei der Stadt Marburg, etwa 18 Monate dauern. Der Verkauf geht während der Bauarbeiten weiter.von Anna Ntemiris und Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr