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„Tapetengeld“ ermöglicht Spende für Kindertafel

Marburger Tapetenfabrik „Tapetengeld“ ermöglicht Spende für Kindertafel

Spenden in Höhe von 4000 Euro überreichte die Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain jüngst an die Stadt und drei Initiativen – das Geld stammt aus werksinternen Verkäufen.

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Inhaber Ullrich Eitel (links) und Dieter Knack vom Betriebsrat (Zweiter von rechts) überreichten die Spenden an Jochen Kirchner (von links), Rita Vaupel und Jens Ratz.

Quelle: privat

Kirchhain. Jeweils 1000 Euro erhielten die Marburger Tafel, die Stadt Kirchhain, die es für Kindergärten ausgeben soll, die Kinderkrebshilfe Waldeck-Frankenberg sowie die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Marburg. Zusammengekommen ist das Geld aus werksinternen Tapetenverkäufen.

Seit Jahren schon erhalten die Mitarbeiter ohne Bezahlung Ausschussware von überstreichbaren Tapeten, um diese beispielsweise bei Feiern als Tischdecken zu verwenden.

Rudolf Dörr, stellvertretender Produktionsleiter von Marburg Tapeten, schlug im Sommer vergangenen Jahres vor, für jede Rolle zwei Euro einzunehmen und dieses Geld zu spenden. Gesagt, getan.

„Nach einem Jahr haben wir Bilanz gezogen: 3400 Euro sind zusammengekommen. Eine beeindruckende Zahl“, sagte Ullrich Eitel, Inhaber des Kirchhainer Unternehmens. Spontan rundete er den Betrag auf 4000 Euro auf.

Nur zweckgebundene Spenden können helfen

„Wir freuen uns sehr über die Spende“, sagte Rita Vaupel, erste Vorsitzende der Marburger Tafel. Das Geld soll einerseits dafür genutzt werden, einen Ersatz für einen verunfallten Kühlwagen zu finanzieren. Andererseits wird das Geld – so möchte es Ullrich Eitel – der Kindertafel zugutekommen.

Denn nur wenn Spender ihr Geld zweckgebunden geben, darf der Verein im Sinne einer ausgewogenen Ernährung der Kleinsten Produkte zukaufen. So sieht es die Satzung des Bundesverbandes deutscher Tafeln vor.

Die Zuwendung für die Tafel kommt nicht von ungefähr. Schon seit Jahren unterstützt Ullrich Eitel den Verein, indem er ihm die Räumlichkeiten, in denen sich die Ausgabenstelle Kirchhain befindet, mietfrei zur Verfügung stellt. Dass ein Teil des Geldes dabei helfen soll, kranke Kinder und ihre Familien zu unterstützen, lag ebenfalls nahe.

Jens Ratz, der bei der Marburger Tapetenfabrik Großkunden betreut, hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Wohrataler Vereins „Komm mach mit – tratsch dich fit“ im vergangenen Jahr das „Festival gegen Krebs“ auf die Beine gestellt. „Damals sind für die beiden Initiativen 24.000 Euro zusammengekommen“, erzählte er.

Die Neuauflage mit Schlagerstar Gina und den „Jungen Zillertalern“ steigt am kommenden Wochenende. Ratz hofft auf ein ähnliches Ergebnis. „Der Grundstock ist durch die Spende auf jeden Fall gelegt“, freute er sich.

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