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Suche nach Wohnformen der Zukunft

Investoren gesucht Suche nach Wohnformen der Zukunft

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf will neue Impulse für moderne Wohn- und Lebensformen für Jung und Alt geben. Ansätze wurden in der Broschüre (Mehr-)Generationenwohnen gesammelt. Angesichts der allgegenwärtigen Demografie-Debatte, dem Umgang mit sinkenden Bevölkerungszahlen und Verschiebung der Altersstrukturen beschäftigt sich die Sparkasse Marburg-Biedenkopf mit Lösungsansätzen und zukunftsfähigen Wohn- und Bauprojekten.

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Mehrgenerationenhäuser: Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf will Lösungen für Auswirkungen des demographischen Wandels finden.

Quelle: Fredrik von Erichsen / dpa

Marburg. Dazu lud die Sparkasse rund 25 Vertreter von Kommunen, Initiativen, Bauträgern und Investoren zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch ein.

„Die demografische Entwicklung können wir nicht aufhalten, aber Lösungen suchen“, betonte der Vorstandsvorsitzende Andreas Bartsch. Die in der Vergangenheit übliche Wohnform einer Familie, bei der mehrere Generationen unter einem Dach, am selben Ort und mit klar verteilten Rollen leben, nehme stetig ab.

Neue Formen des Zusammenlebens und der Kontakt zur anderen Generation würden wiederum stärker gesucht. Dabei gingen Motive und Erwartungen weit auseinander. Um diese unter einen Hut zu bekommen und die vielfältigen Facetten des aktuellen Themas aufzuzeigen und zusammenzubringen entwickelte die Sparkasse gemeinsam mit dem Dienstleister Deka Kommunal Consult GmbH (DKC) ein Projekt zur Analyse potentieller neuer Wohnformen.

Investoren gesucht

Schwerpunkt sei einerseits das „Mehrgenerationenwohnen“ wie auch das Zusammenleben von Menschen gleicher Altersstufen. Ziel des Projekts sei es Anreize zu geben, zur Diskussion anzuregen und ein Netzwerk potentieller Initiatoren auszubauen, sagte Bartsch. Die Ergebnisse der Recherchen wurden in der kostenlosen Informationsbroschüre „(Mehr-)Generationenwohnen“ zusammen gefasst, die Ideen zur Umsetzung für Investoren, Kommunen und Initiativen geben soll.

Zu diesem Zweck sammelten die Teilnehmer im Rahmen mehrerer Workshops mögliche Umsetzungsmaßnahmen und Probleme, entwickelten potentielle Lösungen und teilten die Analyse in drei Phasen auf: Findung, Strukturierung und Umsetzung, erläuterte Rainer Book von der DKC.

Am Anfang stünde die Suche nach potentiellen Mitstreitern, Investoren oder Interessenten und die Festsetzung der jeweiligen Vorstellungen. Jede beteiligte Initiative plane dabei für sich selber, erfahrungsgemäß herrsche ein steter Wandel innerhalb der Projektpartner. Daher sei es notwendig, schon früh grundlegende Entscheidungen zu treffen und zu strukturieren, sei es eine Einigung auf bauliche Schwerpunkte oder die jeweiligen Ziele der Partner. „Es ist eine individuelle Planung“, betonte Book.

Vielzahl an Hürden

Während der Umsetzungsphase gelte es schließlich Angebote zu schaffen, Verantwortung zu verteilen oder passende Grundstücke zu finden. Die Broschüre sei „keine Lösung, aber eine Hilfestellung“, fasste Book zusammen. Über Praxiserfahrungen mit einem aktuellen Wohnprojekt, über „Stolpersteine und Erfolgsfaktoren“ berichtete Bernhard Vohwinkel, Vorsitzender des Vereins „Wohnhof Lahntal“. Generationenwohnen sei sehr vorteilhaft für alle Beteiligten, betonte Vohwinkel. Für eine erfolgreiche Umsetzung eines entsprechenden Projektes gelte es eine Vielzahl an Hürden zu überwinden.

Wichtig sei hierbei, dass sich die Projektpartner gut kennen lernen, zusammen wachsen und gemeinsam Erfahrungen sammeln. Jeder Beteiligte bekomme eine Aufgabe, Verwaltungsaufgaben sollten nach individuellen Kompetenzen verteilt werden, ob in den Bereichen Haustechnik, Außenanlagen, ökologische Bauweise und andere. Langfristig sollte unter anderem darauf geachtet werden, die zukünftigen Anforderungen an Gebäude, die heute bereits absehbar seien, schon vorher zu erfüllen, betonte der Vorsitzende.

Die Veranstaltung habe gezeigt, dass das vielschichtige Thema deutlich im Trend liege, fasste Sparkassenmitarbeiter Sebastian Finck als Initiator der Präsentation zusammen. Die eine, generelle Lösung gebe es dabei nicht. Der Weg, am Ende zum gewünschten Ziel zu kommen, sei vielmehr lang und interessant, biete dabei eine Vielzahl an Möglichkeiten und Entwicklung.

von Ina Tannert

 
Über Praxiserfahrungen mit einem aktuellen Wohnprojekt berichtete Bernhard Vohwinkel, Vorsitzender des Vereins „Wohnhof Lahntal“. Foto: Ina Tannert
 
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