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Strom kostet 100 Euro mehr im Jahr

Preiserhöhung Strom kostet 100 Euro mehr im Jahr

Die Gas- und Wasserpreise bleiben vorerst stabil, dafür steigt der Strompreis für Kunden der Stadtwerke erhebliche an.

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Jetzt wird es langsam Zeit für die Energiesparlampe: Die Stadtwerke erhöhen den Strompreis um rund 3 cent je Kilowattstunde.

Quelle: Jens Büttner

Marburg. Marburg. Die Stadtwerke Marburg erhöhen ab 1. Januar 2013 die Preis für Strom. Laut Geschäftsführer Norbert Schüren ein „bedauerlicher und unschöner Zustand“, der jedoch dadurch zustande käme, das „wir nur weitergeben, was uns vom Gesetzgeber aufgetragen wird“. Schüren ist sich der Tragweite dieser Verteuerung für den Endkunden bewusst: „Das ist die größte Erhöhung, die die Stadtwerke seit mehr als elf Jahren vornehmen müssen“.

Für den Verbraucher bedeuten dies - gerechnet auf einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden - monatliche Mehrkosten in Höhe von 8,60 Euro. Auf das ganze Jahr 2013 gesehen, sind es somit 103,20 Euro, die die Kunden der Stadtwerke mehr für ihren Strom bezahlen müssen. Schüren teilt mit, dass dieser Preis für Strom im gesamten Jahr 2013 unverändert bleibt: „Eine weitere Erhöhung ist den Verbrauchern nicht zuzumuten“.

Ein kleines Trostpflaster sei, erklärt der Geschäftsführer der Stadtwerke, dass die Gas- und Wasserpreise vorerst auf konstantem Niveau verweilen. „Unsere Kundinnen und Kunden können mit dem guten Gefühl in den Winter gehen, dass die Gaspreise in Marburg stabil bleiben“, erklärt Schüren.

Verbraucher müssen die höhere EEG- und KWKG-Umalgen zahlen

Bei den Strompreisen allerdings werden auch die Stadtwerke Marburg die steigenden Steuern und Abgaben, die der Gesetzgeber vorschreibt, an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben. „Wir sind mit unseren Strompreisen in der Region sehr günstig“, erläutert Stadtwerkevertriebsleiter Holger Armbrüster und weiter: „Wenn jetzt der Gesetzgeber so an der Preisschraube dreht, können wir das nicht abfangen. Wir sehen uns daher gezwungen, die Mehrkosten weiterzugeben.“ Die Bundesregierung wird zum Jahreswechsel mehrere gesetzlich vorgeschriebene Steuern und Abgaben erhöhen: Die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) steigt 2013 ebenso wie die KWKG-Umlage (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz).

Zusätzlich belastet der Gesetzgeber die Verbraucher nun nach der Stromnetzentgeltverordnung mit Mehrkosten von rund 0,2 Cent (netto) pro Kilowattstunde. Auch die Netzbetreiber - insbesondere die vorgelagerten Übertragungs-Netzbetreiber - erhöhen ihre Preise im Rahmen von Netzausbaumaßnahmen zur Energiewende, sodass die Netzentgelte um bis zu 0,7 Cent (netto) pro Kilowattstunde angepasst werden müssen.

Insgesamt schlagen diese Steuern und Abgaben ab 2013 mit fast 3 Cent (netto) zusätzlich pro Kilowattstunde zu Buche. Entsprechend passen nunmehr die Stadtwerke ihre Preise an: Zum 1. Januar 2013 erhöht sich der Arbeitspreis konkret um 2,89 Cent (netto) beziehungsweise 3,44 Cent (brutto) pro Kilowattstunde Strom.

von Dennis Siepmann

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