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Steuerbetrüger 
zeigt sich selbst an

Aus dem Amtsgericht Steuerbetrüger 
zeigt sich selbst an

Vor dem Amtsgericht musste sich ein 54 Jahre alter Mann vor dem Schöffengericht wegen Steuerbetrugs verantworten.

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Das Marburger Schöffengericht hat einen Familienvater zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Quelle: Armin Weigel

Marburg. Der 54-Jährige hatte von 2011 bis 2016 mit Altkatalysatoren gehandelt und damit etwa 377 .000 Euro Umsatz gemacht. In seiner Umsatzsteuererklärung hatte er einen niedrigeren Betrag angegeben und somit seine Steuerlast um gut 69.000 Euro verkürzt.

Der Familienvater, der zurzeit als Vermittler eines Finanzdienstleiters tätig ist, bekannte sich zu allen in der Anklageschrift gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Er hatte im Jahr 2013 eine Selbstanzeige gestellt, doch hatte er den damals ausstehenden Betrag nicht nachgezahlt, womit die Anzeige ungültig wurde. Als Grund gab er an, dass einer seiner damaligen Schuldner Insolvenz angemeldet habe und ihm damit das nötige Geld fehlte.

Auch sein Verteidiger gab in seinem Plädoyer allen Vorwürfen Recht und stellte die Absicht seines Mandanten, durch die Selbstanzeige alles ins Reine zu bringen, als strafmindernd heraus. Der Angeklagte war bereits viermal wegen Urkundenfälschung vorbestraft, dreimal davon tateinheitlich.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr gefordert sowie die Nachzahlung der Umsatzsteuer und die Entrichtung einer Geldstrafe an eine gemeinnützige Einrichtung. Das Gericht entschied auf eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten über eine Bewährungsfrist von drei Jahren sowie eine Geldstrafe von je 2000 Euro an zwei gemeinnützige Einrichtungen nach Wahl des Angeklagten.

Zur Gewährung der Bewährung kam es, da der Angeklagte durch seinen Verdienst seine studierende Tochter sowie seine Ehefrau unterstützt und diese Unterstützung im Falle einer Haftstrafe weggefallen wäre.

von Michael Noll

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