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Stein an Stein: Jung-Gesellen messen sich

Straßenbauer Stein an Stein: Jung-Gesellen messen sich

Zum ersten Mal fand der hessische Leistungswettbewerb der Straßenbauer in Marburg statt. Sechs Jung-Gesellen traten gegeneinander an. Bester Straßenbauer Hessens und damit Teilnehmer am Bundeswettbewerb wurde Tim Raschke.

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Als Wettbewerbsaufgabe errichteten die Gesellen die Rinne einer Entwässerungsanlage samt Gehweg. Die Teilnehmer: Hessensieger Tim Raschke (von links), Daniel Wenzel, Daniel Mendl, Ausbildungsleiter Rudolf Paulus, Euler David, Tuncay Terzi und Andre Breuer. Foto: Tannert

Marburg. Mit Maurerkelle, Maßband, Hammer und Wasserwaage bewaffnet traten die sechs besten hessischen Gesellen im Straßenbau im diesjährigen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks gegeneinander an. Über acht Stunden lang bauten sie am vergangenen Mittwoch penibel an ihren Werkstücken und errichteten Teile einer modernen Entwässerungsanlage.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Leistungswettbewerbs fand die Austragung in Marburg statt. Ausrichter war das Bildungszentrum der Bauwirtschaft Marburg (BZ-Bau). Sechs frisch gebackene Gesellen aus sechs verschiedenen hessischen Innungen des Baugewerbes nahmen an dem freiwilligen Wettkampf teil.

Alle hatten erst im Sommer dieses Jahres ihre Gesellenprüfungen erfolgreich hinter sich gebracht und sich als Kammersieger unter den Besten ihrer Innungen qualifiziert.

An dem Wettbewerb nahmen teil: Andre Breuer von der Marburger Innung, Euler David aus Darmstadt-Dieburg, Daniel Mendl aus Wiesbaden, Tim Raschke aus dem Lahn-Dill-Kreis, Daniel Wenzel aus Fulda und Tuncay Terzi aus Schlüchtern.

Motiviert gingen die vielversprechenden Nachwuchskräfte ans Werk und bewiesen ihr prämiertes, handwerkliches Geschick. In einem überdimensionalen Sandkasten in den Werkstätten des BZ-Bau legten sie konzentriert Stein an Stein und errichteten nach genauen Vorgaben eine halbkreisförmige Rinnenanlage aus Naturstein samt anschließendem Gehweg. Besondere Herausforderung: die außen gerade verlegte Rinne musste im Inneren leicht abschüssig angelegt werden, um die vorgegebene Fließrichtung zu gewährleisten.

Für eine besondere Optik wurden die Werkstücke mit Mosaikpflaster verschönert. Acht Stunden arbeiteten die Wettkämpfer verbissen an ihren Aufgaben.

„Es geht dabei nicht nur um schnelles Arbeiten, Sorgfalt und Maßhaltigkeit ist besonders wichtig“, erklärte Thomas Bark, Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Handwerkskammer, der die Arbeiten überwachte.

„Alle legen sich richtig ins Zeug“, lobte auch Ausbildungsleiter Rudolf Paulus vom BZ-Bau, in dem zwei der prämierten Teilnehmer ausgebildet wurden.

Die Innung Marburg wurde von Geselle Andre Breuer vertreten. „Ich bin stolz, ausgewählt worden zu sein, es ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, erzählte der 21-Jährige.

Am Nachmittag fiel endgültig der Wettkampf-Hammer. Sieger des Leistungswettbewerbs wurde Tim Raschke von der Innung Lahn-Dill-Kreis.

Mit dem Preis qualifizierte er sich für den kommenden Bundeswettbewerb, bei dem er gegen die Gewinner der anderen Bundesländer antreten wird und den Sieger ein Weiterbildungsstipendium samt 6000 Euro Fördergelder erwartet.

von Anna Ntemiris

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