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Steffen Henssler grillt auch in Marburg

4. Dagobertshäuser Landpartie Steffen Henssler grillt auch in Marburg

Nicht im Fernsehstudio oder Sterne-Restaurant, sondern im Hofgut Dagobertshausen verwöhnen Spitzenköche, Winzer und Patissiers die Gaumen 
 und Augen der Gäste.

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Fast 1500 Besucher kamen im vergangenen Jahr zur Landpartie.

Quelle: Thorsten Richter

Dagobertshausen. Der Fernsehkoch Steffen Henssler vermisst in Deutschland die Bereitschaft, für gutes Essen Geld auszugeben. „Die Deutschen geben europaweit das meiste Geld für Küchen aus, aber das wenigste für Lebensmittel“, sagte der 43-Jährige jüngst in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Zwar würden sich die Menschen hierzulande „die geilsten Messer, die besten Töpfe“ anschaffen, schlichen dann aber zum Discounter.

Seine Auftritte als Fernsehkoch sieht Steffen Henssler daher auch als Erziehungsauftrag. Auf VOX ist er in der neuen Staffel seiner Koch-Show „Grill den Henssler“ zu sehen. Am Sonntag, 3. Juli, wird er live im Marburger Stadtteil Dagobertshausen kochen. Dort findet auf dem Hofgut Dagobertshausen zum inzwischen vierten Mal die Landpartie statt.

Im Vergleich zur Premiere im Jahr 2013 gibt es inzwischen deutlich mehr Besucher, weil mehr Fläche und nun auch mehr Akteure. Die Namensliste liest sich wie das „Who ist Who“ der Kochkunst: Neben Steffen Henssler treten Horst Lichter – der eine große Fangemeinde in der Region hat – und Roland Trettl auf. Trettl wird bald einem breiteren Fernsehpublikum bekannt sein: Er ersetzt Tim Mälzer bei der nächsten Staffel der Sat1-Koch-Show „The Taste“. Trettl war in der vergangenen Staffel bereits als Gast-Juror mit dabei.

„Tag frei von Starallüren
 und Sternezwängen“

Stefan Marquard, Hans Neuner, Ralf Bos und Wolfgang ­Otto kommen auch nach Marburg: Die großen Namen der deutschen Kochszene werden nicht nur Autogramme geben, sondern vor allem viele Teller mit ihren Menüs an die Gäste reichen. Das Konzept der Landpartie ist einfach: Die Gäste lassen sich im Waldschlösschen, im Grünen oder auf dem Innenhof des Guts von Sterne- und Spitzenköchen bekochen, müssen dafür auch mal Schlange stehen und dürfen so viel ­essen und trinken, wie sie an diesem Tag können und mögen.

In den Jahren zuvor waren Alfons Schuhbeck, Frank Rosin, Tim Raue, Kolja Kleeberg oder Juan Amador in Dagobertshausen. „Unser Ziel ist es, in dem wunderschönen Ambiente des Hofguts Dagobertshausen einen unkomplizierten, aber kulinarisch einmaligen Tag zu verleben – frei von Starallüren und Sternezwängen“, sagt Michael Hamann, Organisator und Geschäftsführer des Veranstalters Vila Vita Marburg. „Wir sind sehr stolz, dass mittlerweile die gesamte Elite der nationalen aber auch internationalen Kulinarik zu uns nach Oberhessen kommt. Ich kenne derzeit keine vergleichbare Veranstaltung in ganz Deutschland“.

Weine der Spitzenklasse

Zu einem guten Essen gehört auch ein gutes Getränk. Natürlich stillt Wasser den Durst, aber das Verlangen nach Wein ist ausgesprochen groß, wenn man sich ein Detail aus der Statistik des vergangenen Jahres anschaut: Fast 1 500 Gäste und 2500 leere Weinflaschen zählten die Veranstalter am späten Abend.

Das liege wohl auch daran, dass nicht nur die besten Köche Deutschlands zu Gast sind, sondern die „Landpartie“ auch beim Wein Spitzenklasse biete, so Hamann. Von den renommierten deutschen Winzern, wie beispielsweise Klaus Peter Keller, Wilhelm Weil, Markus Schneider bis hin zu Stars des internationalen Weines wie Allegra Antinori, Biondi Santi, Silvio Jermann, waren die Meister ihres Fachs vertreten.

Dieses Jahr präsentieren der Schweizer Daniel Gantenbein und „Italiens König des Barolo“ Luciano Sandrone sowie Gunter Künstler aus dem Rheingau und Österreichs mehrfacher Meisterdestillateur des Jahres, Hans Reisetbauer, ihre Weine.

Zur Landpartie gehören auch Aussteller und Händler, die Garten-Accessoires, Gewürze, Öle oder Grillsaucen anbieten. Die Veranstaltung sei – auch wenn der Preis mittlerweile auf 125 Euro geklettert ist – fast ausgebucht.

von Anna Ntemiris

 
Einer der Star­köche in Dagobertshausen wird diesmal Steffen Henssler (rechts) sein. Foto: Henning Kaiser
 
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