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Stadtwerke sichern sich den Spitzenplatz

Förderprogramme hessischer Energieversorger Stadtwerke sichern sich den Spitzenplatz

Die Förderprogramme zur Energieeinsparung der Stadtwerke Marburg wurden vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland als die besten in ganz Hessen ausgezeichnet.

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Perspektiven statt Probleme

Professor Hans Ackermann (vorne von links), Dr. Werner Neumann und Gabriela Terhorst vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland übergaben die Urkunde an Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Kühne sowie an Christof Jacobi (hinten von links) und Holger Armbrüster.

Quelle: Stadtwerke

Marburg. Man könnte meinen, die Auszeichnung sei schon Standard für die Stadtwerke. Denn: Jedes Mal, wenn der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) die Förderprogramme der Hessischen Energieversorger unter die Lupe nimmt, landen die Stadtwerke Marburg mit einem „Sehr Gut“ auf den vorderen Plätzen – mittlerweile bereits zum sechsten Mal.

Das bestätigt Dr. Werner Neumann, energiepolitischer Sprecher des Bund, bei der Übergabe: „Aufgrund der Datenfülle und der damit verbundenen intensiven Arbeit überprüfen wir die Programme nicht jährlich. Aber jedes Mal sind die Stadtwerke vorne mit dabei.“ Bei der jüngsten Überprüfung seien die Förderprogramme des heimischen Versorgers nach Überzeugung des Bund „die hessenweit Besten“, so Neumann.

Langfristig finanzielle Einsparungen

„Mit der Erhebung wollen wir einerseits Verbrauchern Möglichkeiten der Investition zur Energieeinsparung im privaten Bereich aufzeigen und andererseits die Energieversorger zur Bereitstellung weiterer Fördermaßnahmen motivieren“, erläutert er die Hintergründe der Erhebung. 52 Energieversorger habe der Bund angeschrieben – von denen sich allerdings nur 30 zurückgemeldet hätten.
Stadtwerke mit „besonders breitem Programmkatalog“

Für Neumann ist klar: „Mit ökologisch durchdachten Förderprogrammen zur Effizienzsteigerung und Anwendung erneuerbarer Energien im privaten Bereich können Umweltschutz, Verbraucherservice und langfristig finanzielle Einsparungen für die Bürger gemeinsam gelingen. Leider bieten die meisten hessischen Versorger dennoch keine oder nur sehr gering ausgeprägte Programme an.“ Dabei machten die Stadtwerke, ebenso wie drei weitere hessische Versorger, deren Programme mit „Sehr Gut“ bewertet wurden, vor, „dass umfangreiche und inhaltlich überzeugende Förderprogramme möglich sind“.

Die Stadtwerke Marburg würden einen Programmkatalog bieten, „der in besonderer Weise breit aufgestellt ist und somit sicherstellt, dass Kunden mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten profitieren können“, heißt es in der Begründung der Auszeichnung. Neumann erläuterte, dass jeder Stadtwerke-Kunde von einem oder mehreren Punkten des Programms profitieren könne, „es ist für jeden etwas dabei“. Insbesondere im Segment „Effizienz“ hätten die Stadtwerke mit insgesamt elf Fördermaßnahmen das umfangreichste Förderprogramm aller bewerteten Energieversorger.

Fördermaßnahmen für jeden Geldbeutel

Die Auszeichnung ist für Rainer Kühne, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg, nicht nur eine „große Ehre“, ausgezeichnet geworden zu sein. Die wiederholte Auszeichnung belege, „dass es eine Kontinuität gibt – und die Förderprogramme nicht nur ein Strohfeuer sind. Das ist uns wichtig, denn es zeigt unseren Ansatz als Energieversorger“.

Mit der breiten Palette der insgesamt 19 Fördermaßnahmen alleine im Segment Energie wollen die Stadtwerke unterstreichen, „dass wir jedem Kunden je nach finanziellen Möglichkeiten die Chance bieten wollen, an diesen Programmen teilzuhaben“. Sämtliche Förderprogramme seien neben der Beratung und der Präsenz vor Ort „ein wichtiger Baustein im Kundenservice“.

Frank Armbrüster, Vertriebsleiter der Stadtwerke, sagte, dass die Auszeichnung „nicht nur eine Ehre ist, sondern auch ein Ansporn. Wir wollen nicht stehenbleiben, sondern wir machen uns große Gedanken darum, wie wir unser Programm weiter ausbauen und verbessern können“.

Der Leiter des Kundenzentrums, Christof Jacobi, verdeutlichte, dass die Stadtwerke im vergangenen Jahr rund 1000 Förderungen alleine aus dem Energie-Programm bearbeitet hätten. Spitzenreiter mit 300 Förderungen sei der Zuschuss zu effizienten Kühl- und Gefriergeräten gewesen, gefolgt von etwa 150 Zuschüssen für hocheffiziente Heizungspumpen. Knapp dahinter landete der 140 Mal gewährte Zuschuss zu ­Wärmepumpentrocknern. Die Zuschüsse zu Thermostatventilen seien rund 100 Mal ­abgerufen worden.

von Andreas Schmidt

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