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Stabwechsel an der Spitze der IHK

Neujahrsempfang Stabwechsel an der Spitze der IHK

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist das Thema, das die neue Frau an der Spitze der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg zum Schwerpunkt machen möchte, verriet sie in ihrer kurzen Antrittsrede.

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IHK-Präsident Professor Martin Viesmann führte Sybille von Obernitz offiziell in ihr Amt ein.

Quelle: Jörg Lantelmé

Marburg. „Mission Zukunft“ lautet der Titel des Programms, das die neue Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz (53) mit einer Auftaktveranstaltung am 17. März zunächst in Kassel und dann in allen Landkreises des IHK-Bezirks Kassel-Marburg umsetzen möchte. „Gemeinsam den digitalen Wandel gestalten“, heißt der Untertitel. Die Frau an der Spitze des Wirtschaftsverbands erläuterte am Freitagabend am Ende des Jahresempfangs der IHK kurz, was dies künftig bedeuten könne.

Statt Einladungskarten in Papierform werden Veranstaltungshinweise und Anmeldeverfahren bis hin zur Bezahlung über Smartphone oder Tablet nur noch auf digitalem Wege möglich sein. Eine neue Form der Kommunikation werde Selbstverständlichkeit. Schon an diesem Abend wollte von Obernitz zeigen, wie schnell und medial die IHK agiere.

Marburg in Namensgebung als Bekenntnis zur Region

Ihr Grußwort blieb kurz, damit in mehreren Räumen des Hotels La Strada das Handball-Halbfinalspiel Deutschland gegen Norwegen live übertragen werden konnte. Und so konnten die mehr als 520 geladenen Gäste aus Politik und Wirtschaft während des Steh-Empfangs mit den Handballfans jubeln. Stehenden Beifall gab es zuvor für Dr. Walter Lohmeier, der als Hauptgeschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet wurde.

IHK-Präsident Dr. Marin Viessmann erklärte, dass Lohmeier gebeten hatte, auf Abschiedsworte und Reden zu seinen Ehren zu verzichten. Diesem Wunsch war die IHK nachgekommen. Martin Viessmann würdigte daher in wenigen Sätzen das Engagements von Lohmeier. Die Umbenennung der IHK Kassel in Kassel-Marburg vor drei Jahren sei Lohmeier zu verdanken. „Und seinem hartnäckigen Werben unser Bekenntnis zur Region auch kommunikativ zu bekunden.“

Lohmeier (Foto: Jörg Lantelmé) erklärte, dass Vertrauen mehr als 20 Jahre lang die Basis der ehrenamtlichen und hauptgeschäftlichen Spitze war, um Entscheidungen zu treffen. Aus einer vor 20 Jahren schwachen IHK-Region sei eine starke geworden. Marburg habe sich zu Beginn seiner Amtszeit als „mehr oder weniger vergessene Region in der Mitte Hessens“ gefühlt, berichtete Lohmeier, ohne näher darauf einzugehen – auch er wollte keine Rede halten.

Festredner war ein Praktiker aus der Medienbranche: Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer des Zeitverlags Gerd Bucerius, sprach zum Thema „Medien im Umbruch – stirbt die gedruckte Zeitung?“ Das „Geschwätz“ vom Untergang der Zeitungen könne er schon lange nicht mehr hören, berichtete Esser. Krisen – und davon gibt es bekanntlich derzeit viele – seien goldene Zeiten für Medien, die Orientierung geben und Themen einordnen können. „Guter Journalismus wird weiter seine Leser finden und fester Bestandteil bleiben, ob Print oder Online ist wurscht.“

von Anna Ntemiris

 
Rund 520 Gäste aus Wirtschaft und Politik nahmen am Jahresempfang im Hotel La Strada in Kassel teil. Foto: Jörg Lantelmé
 
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