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„Speed-Dating“ für Unternehmer

Neue Präsentationsform „Speed-Dating“ für Unternehmer

Zügig, spannend und 
innovativ in sieben Minuten Geschäftsideen, 
Stärken und Unternehmen vorstellen – das war Ziel der Speed-Präsenta­tion bei der Sparkasse.

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Jojakim Sames stellte Ziele und Erfolge von „Ingenieure ohne Grenzen“ vor.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Rund 100 Gäste konnte Sascha Buurman vom Veranstalter Bundesverband mittelständische Wirtschaft Mittelhessen (BVMW) in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse begrüßen. Sechs heimische Unternehmer stellten sich der „beschleunigten Herausforderung“ und nutzten die Plattform zur Verbreitung ihrer Konzeptideen.

Ein breiter Mix an unternehmerischen Projekten stand dabei im Mittelpunkt. Von der extra sanften Sonnencreme über Bildungskonzepte an einer privaten Hochschule und ausgefallene Transportgeschäfte, bis hin zur modernen Qualitätsmessung – so wortgewandt wie rasant demonstrierten die Referenten, wie sich innovative Ansätze zu einem erfolgversprechenden Unternehmen mausern können.

Bei der Speed-Präsentation stellen die Unternehmer ihre Firmenkonzepte im sogenannten „Pecha-Kucha-Format“ (Japanisch für Stimmengewirr, Geplauder) vor. Die maximal erlaubten 20 Folien sind jeweils nur 20 Sekunden sichtbar, jeder Vortrag dauert etwa sieben Minuten. Diese Zeit muss der Referent effektiv für kurzweilige Informationen nutzen.

Die Herausforderung meisterten die Unternehmer mit nahezu fehlerfreien Auftritten vor den Augen zahlreicher Verbandsmitglieder und Sparkassen-Kunden. Im Vergleich zu häufig langatmigen, trägen Werbe-Vorträgen war die Präsentationsform äußerst erfrischend. Und sie bot dennoch Zeit für einen guten Überblick besonderer Ideen, die alle Vortragenden, vom aufstrebenden Kleinunternehmer bis zum Segmentführer, zum Besten gaben.

„Ingenieure ohne Grenzen“ engagieren sich weltweit

Schlagworte und Zitate wie „frische Kommunikation“, „wir legen uns mit den Großen der Branche an“ oder „jeder hätte es auch herausgebracht, hätte er nur nicht so lange darüber nachgedacht“, durften dabei nicht fehlen.

So stellte beispielsweise Unternehmer Jojakim Sames vom gleichnamigen Ingenieurbüro den von ihm mitbegründeten Hilfsverein „Ingenieure ohne Grenzen“ vor. Die Organisation setzt sich in verarmten Regionen dieser Welt für eine Sicherung der infrastrukturellen Grundbedürfnisse ein. Die Mitglieder vom Fach bieten dafür ihr Wissen rund um technische Möglichkeiten in den Bereichen Wasser-, Sanitär-, Energieversorgung und Brückenbau, erläuterte Sames.

Für seinen Einsatz erhielt der Verein noch an diesem Abend eine Spende in Höhe von 250 Euro von der Sparkasse, versprach Vorstandsmitglied Jochen Schönleber. Die Hilfsinitiative sei „ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Unternehmertum und soziales Engagement Hand in Hand gehen“, lobte auch BVMW-Verbandsbeauftragter Sascha Buurman, der durch den Abend führte. Auch dies sei das Ziel der besonderen Veranstaltung – Unternehmern, deren Ideen und Ambitionen eine Plattform zu bieten und zusammenzubringen, so der Gastgeber.

In der kurzen Zeit habe man „eine unheimliche, unternehmerische Bandbreite der Region gesehen“, weitere „Perlen“ seien im gesamten Landkreis verstreut. Das Ziel, eine kurze wie spannende Präsentation zu etablieren und zugleich die Kompetenzen und Vielfältigkeit der heimischen Unternehmen zu demonstrieren, sei erreicht worden, konstatierte auch Schönleber. Zudem sei eine weitere Grundlage geschaffen worden, „weitere Netzwerke aufzubauen, Ideen zu entwickeln und auch umzusetzen“.

von Ina Tannert

Jojakim Sames (von links), Samuel Kranhold, Günther Battenberg, Sascha Buurman, Shaker Hussein, Harald Schmidt, Dr. Olaf Stiller, Marie Koch und Jochen Schönleber gestalteten die Vorträge. Foto: Ina Tannert
 
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