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Sparkasse will in Stadtallendorf bauen

Baubeginn für 2019 geplant Sparkasse will in Stadtallendorf bauen

Die Sparkasse Marburg-Biedenkopf hat jüngst in Stadtallendorf ein Grundstück direkt neben dem Kreisel in der Niederkleiner Straße gekauft und plant einen Neubau.

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Harald Schick (von links), Arndt Pabst, Uwe Boucsein, Bürgermeister Christian Somogyi, Markus Schwab, Jochen Schönleber und ­Andreas Bartsch verkündeten den geplanten Neubau der Sparkasse in Stadtallendorf.

Quelle: privat

Stadtallendorf. Das Grundstück mit einer Größe von mehr als 3000 Quadratmetern gilt als das „letzte Filetstück“ in der Stadtallendorfer Innenstadt. Vor einigen Jahren hatte auch die Stadt bereits ein Auge auf das Grundstück geworfen, das im Besitz einer Privatperson war. Nun hat die Sparkasse als einer von mehreren Interessenten den Zuschlag erhalten.

Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, sagt zu dem Bauvorhaben: „Wir werden dort ein großes und modernes Beratungs-Center bauen, in dem unsere bisherigen zwei Standorte zusammengeführt werden. Die siebenstellige Investitionssumme wird – wie immer bei uns – so weit möglich an heimische Handwerker und Firmen fließen.“

Stadtallendorf sei einer der wichtigsten Standorte der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, so Bartsch weiter. Baubeginn wird voraussichtlich in 2019 sein. Vorstandsmitglied Harald Schick konkretisiert die Wichtigkeit im Gespräch mit der OP: „Stadtallendorf ist ein Bankenstandort und für uns immens wichtig. Die Stadt ist strukturstark, wir sind froh, dass wir dort eine solch starke Position haben. Die wollen wir mit dem Vorhaben zementieren und ausbauen.“

Grundstückseigentümer suchten das Gespräch

Konkrete Planungen, wie der Neubau im Herzen Stadtallendorfs letztendlich aussehen soll, gibt es indes noch nicht: Wichtig sei zunächst gewesen, das Grundstück zu kaufen, denn, so Schick: „Es war für uns eine Chance, die sich so kein zweites Mal bieten wird.“ Die bisherigen Eigentümer des Grundstücks hätten mit der Sparkasse den Kontakt gesucht und man sei sich recht schnell einig geworden, nachdem man im Vorfeld auch mit der Stadt über die Nutzung gesprochen habe.

Bevor man die Konzeption für den Neubau in Stadtallendorf nun konkretisieren könne, wolle man zunächst die Planungen für das Bauvorhaben in Biedenkopf abschließen. Denn dort findet am 28. April die „Abrissparty“ statt, Ende Mai oder Anfang Juni soll das Gebäude dann abgerissen werden. „Wenn wir dort die Planungen finalisiert haben, beginnen wir mit dem konkreten Konzept für Stadtallendorf, denn das lassen unsere Kapazitäten sonst nicht zu“, erläutert Schick.

Dementsprechend gibt es bisher auch noch keinen definitiven Investitionsrahmen. „Die Kosten hängen natürlich stark von der Fläche ab, die bebaut wird“, sagt Schick. Da bisher noch nicht feststehe, wie viel Bruttogeschossfläche benötigt werde, könnten auch die Kosten noch nicht festgezurrt werden. „Es wird aber eine erhebliche Investition werden“, sagt Schick.

Filialen könnten vermietet oder verkauft werden

Derzeit hat die Sparkasse zwei Filialen in der zweitgrößten Stadt des Landkreises: In der Niederkleiner Straße befindet sich eine Geschäftsstelle. Und in der Bahnhofstraße sind im derzeitigen Beratungs-Center auch das Immobilien-Center, das Vermögensmanagement und das Gewerbekundencenter gebündelt. Diese Standorte sollen im Neubau aufgehen – in der Bahnhofstraße werde wohl ein weiterer Selbstbedienungs-Standort erhalten bleiben.

Was mit den Immobilien geschehe, die sich beide im Besitz der Sparkasse befinden, sei derzeit ebenfalls noch nicht abschließend geklärt: Denkbar seien sowohl Vermietung als auch Verkauf, sagt Harald Schick. Für beide Varianten gebe es bereits Interessenten. „Denn der Neubau hat sich bereits herumgesprochen. Nun tragen wir alles zusammen und bündeln die Anfragen. Wenn wir entschieden haben, was mit den Gebäuden geschieht, werden wir in die Verhandlungen eintreten“, verdeutlicht Schick.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) weist auf die positiven Auswirkungen für die Menschen und Wirtschaftsbetriebe in Stadtallendorf hin: „Eine gute Entscheidung, die zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Stadtallendorf beiträgt und aus städteplanerischer Sicht eine Aufwertung und positive Abrundung der oberen Niederkleiner Straße darstellen wird.“ Somogyi ist davon überzeugt, „dass dies auch ein wichtiges Signal für den Finanzstandort Stadtallendorf ist“.

von Andreas Schmidt

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