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Sparda-Bank trotzt niedrigen Zinsen

Bilanz Sparda-Bank trotzt niedrigen Zinsen

Die Sparda-Bank Hessen trotzt dem andauernden Niedrigzinsumfeld und kann – wie im Vorjahr – alle wesentlichen Kennzahlen verbessern.

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Die Sparda-Bank Hessen – hier die Marburger Filiale am Krummbogen – konnte im vergangenen Jahr trotz Niedrigzinsphase ihr Ergebnis steigern.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Unsere solide und auf organisches Wachstum ausgerichtete Geschäftsstrategie hat sich ein weiteres Mal ausgezahlt. Wir können stolz darauf sein, im andauernden Niedrigzinsumfeld weiterhin Wachstum generieren zu können. Wir konnten unseren Plan deutlich übertreffen“, sagte Jürgen Weber, Vorsitzender des Vorstandes der Sparda-Bank Hessen, bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das Jahr 2014.

Der Jahresüberschuss ist demnach laut vorläufiger Zahlen um 5,4 Prozent auf 11,8 Millionen Euro von 11,2 Millionen Euro im Vorjahr gestiegen. Dazu trug das Zinsergebnis einen erheblichen Teil bei. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 5,611 Milliarden Euro, was hauptsächlich im starken Wachstum der Kundeneinlagen begründet liegt. Diese stiegen um 6,2 Prozent auf 4,763 Milliarden Euro nach 4,484 Milliarden Euro im Vorjahr.

„Das Vertrauen der Kunden ist unser wichtigstes Gut. Unsere Strategie kommt an. Solidität und Seriosität sind die Schlüssel zum Erfolg“, sagte Weber. Der Kreditbestand ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gestiegen, wenngleich der Anstieg nicht mehr ganz so stark war wie im Jahr 2013. Um 1,2 Prozent auf 2,349 Milliarden Euro von zuvor 2,322 Milliarden Euro ist der Kreditbestand gewachsen. Darin enthalten ist ein Kreditneugeschäft in Höhe von 324 Millionen Euro.

Zinsergebnis steigt um 1,4 Prozent

Dass der Zuwachs nicht ganz so hoch ausgefallen ist wie in den Vorjahren hänge wesentlich damit zusammen, dass die Kunden sich entschuldet hätten und Sondertilgungen tätigten. „Gleichwohl gehen wir davon aus, dass trotz der nicht ganz einfachen Umstände am Immobilienmarkt die Menschen gerade in dieser Niedrigzinsphase die Gelegenheit nutzen werden, in die eigenen vier Wände zu investieren. Selbstverständlich bleibt auch das Thema Modernisierung der eigenen Immobilie auf der Agenda“, sagte Jürgen Weber.

„Trotz Niedrigzinsphase konnte das Zinsergebnis auf Basis unserer nachhaltigen Portfolio-Strategie ein weiteres Mal gesteigert werden“, so Weber. So stieg das Zinsergebnis auf 86,7 Millionen Euro von 85,5 Millionen Euro im Vorjahr, was einem Plus von 1,4 Prozent entspricht.

Aufgrund gestiegener Kosten durch Investitionen in das Filialnetz, den Tarifabschluss sowie weiter steigende Kosten durch die Regulatorik ist das operative Ergebnis 2014 im Vergleich zum Vorjahr allerdings rückläufig ­gewesen. Das Teilbetriebsergebnis sank auf 33,1 Millionen Euro von zuvor 35,8 Millionen Euro. Die Aufwand-Ertrags-Relation erhöhte sich demzufolge von 64,5 auf 67,9 Prozent.

„Insgesamt positiv ist die gesamte Geschäftsentwicklung, was sich besonders beim Zuwachs des Jahresüberschusses niederschlägt“, erläuterte Weber bei der Bilanzvorlage. Der Jahresüberschuss ist demnach von 11,2 Millionen auf 11,8 Millionen Euro und damit um 5,3 Prozent gestiegen.

Vorstand rechnet für 2015 mit schwierigem Jahr

Zum Stichtag 31. Dezember zählte die Genossenschaftsbank 291 922 Mitglieder. Das entspricht laut Sparda-Bank einem Anstieg um 0,7 Prozent. Damit haben sich 8 965 neue Mitglieder der Wertegemeinschaft angeschlossen.

Hinter diesem Zuwachs stehen 13 949 neu eröffnete Girokonten. Die Eröffnung eines Girokontos ist seit Juni 2013 nicht mehr an das Zeichnen eines Mitgliedschaftsanteils gebunden. „Die positive Geschäftsentwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Jahr 2014 ein schwieriges Jahr für uns und die gesamte Branche war“, konstatierte Jürgen Weber. „Auch 2015 wird mit Sicherheit nicht einfacher.“

So werde die Niedrigzinsphase mit entsprechendem Druck auf die Zinsspanne anhalten. Ein großes Thema blieben zudem auch die steigenden Kosten durch die Bankenabgabe und für die Bankenaufsicht. „Bei den steigenden Kosten für die Regulatorik ist kein Ende in Sicht.“

von unseren Redakteuren

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