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Smarte LED-Lampen aus Fronhausen

Firma Carus Smarte LED-Lampen aus Fronhausen

Ein Unternehmen aus dem Südkreis hat Lampen entwickelt, die per App mithilfe von Bluetooth-Verbindung gesteuert werden.

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Martijn Dekker und Pia Meier von der Carus-Geschäftsführung zeigen die neue LED-Lampe, die übers Tablet mit einer App gesteuert werden kann.

Quelle: Tobias Hirsch

Fronhausen. Die LED-Technik wird immer innovativer, gleichzeitig auch funktionaler. Der Nutzer soll sich im richtigen Licht wohlfühlen und dabei auch Strom und Zeit sparen.

Auf der Couch liegen und mit dem Tablet im Internet surfen: Wer nun das Licht dimmen möchte, berührt einfach sein Tablet: Die Lichtsteuerung funktioniert inzwischen bei einigen LED-Lampen auch per App. Die neuen Möglichkeiten der LED-Technik bieten Anwendern nicht nur die Möglichkeit, Strom zu sparen, sondern neue Steuerungsoptionen das Licht in seinen unterschiedlichen Farben positiv zu nutzen.

Frühere Nokia-Entwickler bauten die App

Das Marburger Unternehmen Carus, Tochterfirma von Seidel, hat nun solche LED-Lampen entwickelt. Die Lichtwirkung lässt sich komfortabel mit dem Smartphone oder dem Tablet so steuern, dass sie die unterschiedlichen Lichtfarben der Sonne zuhause simuliert: Die Farbtemperatur trägt schließlich zur Stimmung und Konzentrationsfähigkeit bei.

Martijn Dekker, Geschäftsführer von Carus, erklärte bei einer Präsentation der Leuchten im Werk in Fronhausen, dass die Lampen über Bluetooth direkt mit dem Smartphone verbunden sind. „Die Bluetooth-Technologie ist direkter und sicherer als W-Lan, sie ist überall verfügbar“, so der Geschäftsführer.

Nach der Installation der Software findet diese per Bluetooth automatisch die vorhandenen Carus-Lampen und fügt diese­ ins Netzwerk ein. Mehrere zu steuernde Lampen verbinden sich automatisch miteinander. Das System lässt sich programmieren, sodass man auch eine Zeit einstellen kann, wann die Lampe angeht. „Dies ermöglicht beispielsweise auch eine­ Anwesenheitssimulation als Einbruchschutz oder langsam heller werdendes Licht am ­Morgen“, erklärt Carus.

Die App kommt vom Unternehmen Casambi aus Finnland, das von früheren Nokia-Mitarbeitern gegründet wurde.­ Casambi-Entwickler Gerhard Romen berichtete im OP-Gespräch, dass die Idee für eine Zusammenarbeit eher zufällig entstand.

Umweltfreundlich und regional

„Bei einer Fachmesse in Mailand leihten wir uns bei unseren Standnachbarn von Carus­ eine Birne. So kam der erste Kontakt zustande“, berichtete Romen der OP. Die eigentliche Entwicklung für die smarte LED-Lampen wurde innerhalb weniger Monate umgesetzt.

Das neue Produkt sichere Jobs für Kinder und Enkelkinder, sagte Dekker. Und es sei ein Produkt, das im digitalen Zeitalter Erfolg habe. „Statt Kosmetik machen wir Elektronik“, sagte er schmunzelnd.

Die Firma Carus ist aus dem Unternehmen Seidel entstanden, das Designerverpackungen aus Aluminium und Kunststoff für Markenhäuser der Kosmetikindustrie produziert. Im Jahr 2012 entschied sich der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Andreas Ritzenhoff dazu, auch LED-Lampen in Marburg zu entwickeln und zu fertigen.

Carus, das ausschließlich in der Region produziere, setzte­ vor allem auch auf Umweltfreundlichkeit, sagte Pia Meier,­ ebenfalls Geschäftsführerin der Carus GmbH. Die erste LED-Lampe mit der Zertifizierung „Blauer Engel – schützt das ­Klima“ stammt aus dem Hause Carus.

von Anna Ntemiris

 
 
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