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Skepsis überwiegt in der Auto-Branche

Kfz-Innung Skepsis überwiegt in der Auto-Branche

„Gut gespielt, aber nicht gewonnen“ – so lautete das Fazit, das Kfz-Obermeister Ralf Funke vom vergangenen Jahr zog. Zuvor hatte er kurz in den Rückspiegel geblickt, um anschließend auf die aktuelle Situation im Kraftfahrzeuggewerbe einzugehen.

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Meinhard Moog (links, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft) und Obermeister Ralf Funke (rechts) gratulierten Thomas Reinberger zum 25-jährigen Meisterjubiläum.

Quelle: Elvira Rübeling

Cölbe. Anlässlich der Jahreshauptversammlung waren die Mitglieder der Kfz-Innung des Kraftfahrzeuggewerbes in der Gaststätte „Orthwein“ in Cölbe zusammengekommen.

Im vergangenen Jahr betrug in Hessen der Gesamtumsatz der Branche laut Obermeister 17,3 Milliarden Euro. Der Rekordumsatz könne die heimischen Betriebe zwar zuversichtlich stimmen, doch der detaillierte Blick lasse auch berechtigte Skepsis erkennen, sagte Ralf Funke.

Im Service sei der Umsatz erstmals nach vielen Jahren um 3,6 Prozent gesunken – und es sei auch keine Wachstumsrate zu erwarten. Bundesweit sei die Anzahl der Werkstattaufträge sogar um rund neun Prozent zurückgegangen.  Der hessische Fahrzeugbestand hingegen sei um 1,3 Prozent gestiegen.

Bei den Fahrzeugen mit alternativen Antrieben liege das Elektrofahrzeug prozentual zwar mit 51,6 Prozent ganz vorne, aber nominal gesehen relativiere sich diese Prozentzahl wieder, weil lediglich 535 Fahrzeuge im Jahr 2014 in Hessen zugelassen wurden. Der Bestand an Elektrofahrzeugen betrage derzeit bundesweit 24.000 Fahrzeuge. Davon seien in Hessen aktuell 1500 unterwegs.

Kfz-Berufe sind bei Jugendlichen sehr beliebt

Zu den positiven Nachrichten zähle unter anderen das Thema Ausbildung. Der Kfz-Mechatroniker sei nach der Statistik des „Bundesinstituts für Berufsbildung“ der beliebteste Beruf. Diesen haben im vergangenen Jahr rund 20.000 Männer und Frauen in den rund 38.500 bundesweiten Kraftfahrzeug-Unternehmen ergriffen. Mit 80.000 Neuzulassungen im ersten Quartal verzeichne die Branche gegenüber dem Vorjahr bisher einen Zuwachs von 9 Prozent.

Mit bei der Jahreshauptversammlung dabei waren auch Versicherungsfachwirt Robert Balzer, der über die „Risikooptimierung für Autohäuser und Kfz-Betriebe“ referierte, sowie Mike Hackenbroich und Tobias Beck von den Beruflichen Schulen Kirchhain.

Ihr Referat über die „Initiative in der regionalen Berufsausbildung für das Kfz-Gewerbe“ informierte sowohl über den aktuellen Ausbildungsstand als auch über die möglicherweise zu erwartenden zukünftigen Probleme. Im Gegenzug stellten die beiden Referenten die geplante Ausbildungsinitiative für den Beruf des Automobilkaufmanns vor.

Zudem informiert die Innung auch in diesem Jahr innerhalb der „Aktionswoche Handwerk“ am 29. und 30. September über die Ausbildungsberufe in der Branche. Die große Automobil-Ausstellung vom 12. bis 13. September, eine Gefahrgut-Schulung und ein Technikkurs für Frauen gehören unter anderem ebenfalls zu der festen Veranstaltungsreihe der Kfz-Innung.

  • Ehrung: Für sein 25-jähriges Meisterjubiläum wurde der stellvertretende Obermeister Thomas Reinberger geehrt.
  • Nachwahlen: Als Lehrlingswart wurde Stephan Becker gewählt, zu Beisitzern wählte die Versammlung Olaf Steffes und Reiner Elmshäuser.

von Elvira Rübeling

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