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„Sie haben sich eine Basis für Ihr Leben geschaffen“

Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft „Sie haben sich eine Basis für Ihr Leben geschaffen“

Gut 80 frischgebackene Gesellen nahmen am Donnerstagabend bei einer Feier ihre Prüfungszeugnisse im Cineplex entgegen.

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Hartmut Pfeiffer (links) und Rolph Limbacher (rechts) ehrten Andre Abalhid (von links), Jonas Kahler, Steven Schmidt, Annalena Wiese und Jürgen Zülch für besondere Leistungen.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Insgesamt 122 Prüflinge absolvierten die Gesellenprüfung, 105 konnten sich im Anschluss über ihre Prüfungszeugnisse freuen, davon 89 aus dem Gebiet der Kreishandwer-kerschaft Marburg. 16 der Prüflinge kamen aus den umliegenden Bezirken, nahmen aber in Marburg an den Prüfungen teil.

Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher verdeutlichte in seiner Ansprache, dass es nun einen Grund zur Freude und zum Feiern gebe. Doch er mahnte auch: „Mit der Aushändigung des Gesellenbriefs endet nicht die Notwendigkeit, zu lernen.“ Die Lust am Lernen müsse bleiben, denn sie sei „unabdingbare Voraussetzung auf Ihrem künftigen Berufsweg.“

In den ersten Wochen der Ausbildung seien die Hände noch ungeschickt gewesen, die Arbeiten hätten noch tollpatschig ausgesehen. „Sie haben durchgehalten und am Ende steht die erfolgreiche Gesellenprüfung. Und wer durchhält hat sich eine Basis fürs Leben geschaffen“, so Limbacher.

Er kritisierte jedoch, dass man „genau hinschauen“ müsse: „Wie kann es sein, dass ein Kaffeehändler Zahnersatz verkauft oder ein Bürger bis zum Bundesgerichtshof klagt, um Schadenersatz für Schwarzarbeit zu bekommen?“, fragte er. All dies müsse angesprochen, kritisiert und richtiggestellt werden - das sei auch Aufgabe der Innungen.

„Das ist ein ganz wichtiger Lebensabschnitt, den Sie erreicht haben“, rief Oberbürgermeister Egon Vaupel den Junggesellen zu. Er freue sich darüber, dass die Betriebe überhaupt ausbildeten und verdeutlichte, dass das duale Ausbildungssystem für eine perfekte Grundlage stünde. Zudem sei das Handwerk bestens durch die Krise gekommen, denn: „Die Menschen haben erfahren, dass Geld, das sie in die Modernisierung des Hauses setzen, echte Werte darstellt, die Sie schaffen. “

Den Glückwünschen schloss sich auch der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern an: „Auch für uns als Region ist Ihre Ausbildung ein ganz wichtiger Beitrag.“ Der Landkreis stehe mit seiner relativ niedrigen Arbeitslosigkeit „eigentlich relativ gut da.“ Zwar gebe es einige konjunkturelle „Eindunklungen, aber wir stehen gut da. Und der Grund dafür sind erfolgreiche Unternehmen - das geht nur mit Menschen, die gut ausgebildet sind.“

Volker Breustedt, Leiter der Arbeitsagentur Marburg, verdeutlichte den Junggesellen, dass ihre Arbeit „die direkteste am Kunden ist, die man sich vorstellen kann.“ Er hoffe, dass er die jungen Leute erst dann in der Arbeitsagentur sehe, „wenn Sie Meister sind und Auszubildende für Ihr Unternehmen suchen.“

von Andreas Schmidt

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