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Seidel baut neue Produktionshalle

Unternehmen Seidel baut neue Produktionshalle

Mit der Fertigung einer 10000 Quadratmeter großen Halle setzt die Firma Seidel GmbH und Co. KG auf mehr Wachstum und Effizienz. Der Standort Fronhausen wird ausgebaut.

Marburg. Lippenstifthülsen, Parfümflacons, Cremetiegel: All dies und noch mehr stellt die Firma Seidel GmbH und Co. KG im Landkreis Marburg-Biedenkopf her.

Nun wird die Produktionsfläche fast verdoppelt: Mit dem Bau einer weiteren Halle am Standort Fronhausen im Südkreis werde das Unternehmen effizienter werden, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Dr. Andreas Ritzenhoff im OP-Gespräch. Die Eröffnung des neuen Gebäudes sei für Oktober geplant.

In den vergangenen Wochen habe der Baufortgang, nach dem wetterbedingtem Verzug im Winter, enorme Fortschritte gemacht. Das Dach sei so gut wie fertig.

Ein Drittel der 10000 Quadratmeter großen Halle, die in etwa so groß wie ein Fußballfeld sein wird, soll als Logistikzentrum genutzt werden. „Im Markt spielt Logistik zunehmend eine große Rolle“, so Ritzenhoff.

Dennoch werde ein Teil der Produkte auch wie bisher vom Standort und Firmensitz in der Marburger Rosenstraße aus geliefert, ergänzt Andreas Ritzenhoff.

Fronhausen wird der größte Standort

Seidel hat neben Fronhausen und Marburg auch einen Standort im Ebsdorfer Grund. Insgesamt arbeiten rund 630 Beschäftigte beim Designhersteller für Aluminiumprodukte. „Produktionstechnisch wird Fronhausen der größte Standort“, erklärt der Geschäftsführer.

Eine Besonderheit der neuen Halle werde die Lichtdurchflutung sein. Gen Osten werden die Fensterfronten zehn Meter hoch sein, auf den anderen Seiten jeweils drei Meter. Auch im Dach werden viele Fensterluken eingebaut. Tageslicht sei wichtig für die Arbeitsqualität, so der Firmeninhaber. In der neuen Halle sollen künftig aber auch bewährte sowie neue Produkte für Kunden aus der Kosmetikindustrie und aus anderen Branchen hergestellt werden. Näheres will Ritzenhoff noch nicht verraten. Auch über die Investitionskosten schweigt der Firmenchef.

Fest stehe, dass die Baukosten deutlich teurer seien als bei der letzten Halle. „Dennoch bleiben wir unserer Tradition treu, in der Region zu investieren und eine Vielzahl von weiteren neuen Aktivitäten zu planen“, so Ritzenhoff. Am Freitag wird sich Dr. Helge Braun (CDU), Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, in Fronhausen über die Zukunftsprojekte des seit über 180 Jahren in Marburg ansässigen Weltmarktführers informieren.von Anna Ntemiris

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