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Sechs Jahre Gefängnis für „El Presidente“

Aktienbetrug Sechs Jahre Gefängnis für „El Presidente“

Mit drei Haft- und einer Bewährungsstrafe endete am Mittwoch der Millionenprozess vor dem Marburger Landgericht: Hunderte Anleger waren der Betrügerbande auf den Leim gegangen, die nicht existente Aktien verkauft hatte.

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„El Presidente“ (im weißen Hemd stehend in der Mitte) wurde am Mittwoch zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Die Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Dr. Marco Herzog hat am Mittwochnachmittag die Urteile gesprochen: Der Kopf der Bande, der intern „El Presidente“ genannt wurde, muss für sechs Jahre und drei Monate in Haft.

Sein Stellvertreter, der sich „El Cheffe“ nennen ließ, erhielt eine Haftstrafe von vier Jahren, außerdem wird er aufgrund seiner Alkohol- und Drogensucht in einer Entziehungsanstalt untergebracht.

Der Leiter eines der Call-Center muss für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Und der „Sekretär“ erhielt eine zweijährige Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss er eine Geldstrafe in Höhe von 5400 Euro zahlen und 300 Arbeitsstunden ableisten.

Strafmildernd wirkte sich bei allen Angeklagten laut Herzog aus, dass sie weitestgehend geständig waren. Für einige Bandenmitglieder, die als Zeugen ausgesagt hatten, geht der Prozess indes vor dem Amtsgericht weiter.

von Andreas Schmidt

Einen ausführlichen Bericht zu den Hintergründen des Prozesses finden sie hier.

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Aus dem Landgericht
Der Bulle steht für den Aufschwung der Börse – den erhofften sich auch die geprellten Kunden der Betrügerbande. Foto: Frank Rumpenhorst

Drei weitere Kunden der Angeklagten berichteten im Prozess um den Verkauf nicht existierender Aktien von gewieften Praktiken der Betrügerbande.

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