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Schwerpunkt der Förderung ist Elektromobilität

Stadtwerke Marburg Schwerpunkt der Förderung ist Elektromobilität

Das neue Förderprogramm der Stadtwerke enthält viele Neuerungen: Neben der Unterstützung der Elektromobilität gibt es auch Geld für neue Technologien wie das Umrüsten der Heizung auf 
eine Gas-Brennstoffzelle.

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Stadtwerke-Vertriebsleiter Holger Armbrüster (von links), Bürgermeister Dr. Franz Kahle, Natascha Kornemann vom Stadtwerke-Marketing und Kundenzentrums-Leiter Christof Jacobi stellten das neue Förderprogramm vor – stilecht auf einem Elektro-Motorrad.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. „Wir haben erst kürzlich die Auszeichnung des Bund Hessen als bestes Förderprogramm in Hessen bekommen – den Preis haben wir schon fast abonniert“, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Marburg bei der Vorstellung des neuen Programms während der Oberhessenschau.

„Die Stadtwerke haben aber den Anspruch, sich auf diesen Lorbeeren nicht auszuruhen – sondern wir wollen es ständig weiterentwickeln“, so Kahle. Daher sei man auch für Hinweise aus der Bevölkerung dankbar, was eventuell noch in das Programm aufgenommen werden könnte.

Dieses Jahr habe man den Schwerpunkt auf die Elektromobilität gesetzt: So unterstützen die Stadtwerke ihre Kunden künftig nicht nur beim Kauf von Elektro-Autos und -Fahrrädern, sondern zusätzlich auch bei der Anschaffung von Elektro-Rollern und -Motorrädern.

Für Roller gibt es bis zu 150 Euro, wer ein E-Motorrad kauft erhält maximal 250 Euro. „Und damit die Elektro-Fahrzeuge auch immer gut betankt sind, geben wir unseren Kunden bis zu 750 Euro beim Kauf einer Elektrotankstelle dazu“, erläutert Stadtwerke-Vertriebsleiter Holger Armbrüster.

Heizungs-Umwälzpumpen 
sind wahre Stromfresser

Auch bei den E-Autos gibt es eine Änderung: „Wir fördern künftig auch Fahrzeuge von Kunden, die nicht im Landkreis Marburg-Biedenkopf zugelassen sind“, sagte Kahle – bis zu 750 Euro gibt es von den Stadtwerken als Zuschuss.

Ein Klassiker sei auch die Förderung beim Austausch eines wahren „Stromfressers“: der Heizungs-Umwälzpumpe. „Mit dem Programm unterstreichen wir, dass die Stadtwerke nicht nur Dienstleister für Energie sind, sondern dass wir auch Menschen unterstützen wollen, Energie zu sparen – auch, wenn das für einen Energieversorger kurios klingt“, so Kahle.

Holger Armbrüster verdeutlicht indes, dass das Förderprogramm natürlich auch ein Instrument zur Kundenbindung und -Gewinnung sei. „Der Markt ist hart umkämpft. Aber das Programm zeigt, dass es sich lohnt, bei uns als kommunalem Anbieter zu bleiben.“ 19 Punkte umfasst das Stromförderprogramm, hinzu kommen 4 Produkte, um den Wechsel zu Erdgas zu unterstützen.

„Marktreife erreicht“

Christof Jacobi, Leiter des Kundenzentrums, verdeutlichte zur neuen Gas-Brennstoffzelle: „Diese innovative Technik haben wir im vergangenen Jahr erstmals gemeinsam mit der Firma Viessmann getestet. Die Ergebnisse und insbesondere der Nutzen für die Kunden sowie die Umweltfreundlichkeit haben uns überzeugt“, so Jacobi.

Der Feldversuch sei äußerst erfolgreich gelaufen, „jetzt ist die Marktreife erreicht – und der Umbau wird für unsere Kunden mit 650 Euro bezuschusst“, sagt Christof Jacobi. Hinzu käme noch die Möglichkeit staatlicher Zuschüsse.

Die Technologie kombiniere zwei Module in einem Heizgerät: eine Brennstoffzelle und einen Gas-Brennwertkessel. Der Wasserstoff wird aus dem Erdgas separiert und dient der Brennstoffzelle als Energielieferant für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Das Förderprogramm werde sehr gut angenommen: Im vergangenen Jahr seien rund 1000 Förderanträge gestellt worden.

  • Das komplette Förderprogramm gibt es im Internet unter www.stadtwerke-marburg.de, im Kundenzentrum „Am Krekel“ oder telefonisch unter 0 64 21 / 20 55 05.

von Andreas Schmidt

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