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Schule informiert „mit Herz und Hand“

Informationstag an der Adolf-Reichwein-Schule Schule informiert „mit Herz und Hand“

Ob Muscheln sezieren, Hausbau oder Programmieren eines Roboters – eine große berufliche Vielfalt erkundete der schulische Nachwuchs beim Informationstag der Adolf-Reichwein-Schule.

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Elias informierte sich beim Sezieren über die Schulangebote in der Biologie.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Rund 450 Haupt- und Realschüler aus dem ganzen Landkreis informierten sich über die Möglichkeiten ihrer schulischen Zukunft.

Bereits erfahrene Schüler aus allen an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) vertretenen Schulformen, von den Berufsfachschulen oder Assistenten bis zu den Gymnasialklassen, gaben den Besuchern abwechslungsreiche Einblicke in die beruflichen Möglichkeiten. Die Metall-, Holz-, Bau-, Informations- oder Elektrotechnik und weitere Berufszweige öffneten ihre Werkstätten und Labore und demonstrierten mit anschaulichen Praxisarbeiten und Workshops zum Mitmachen ihre beruflichen Schwerpunkte.

In der Bautechnik präsentierten die Schüler etwa selbst erstellte Hausmodelle, zeigten dem Nachwuchs, wie ein Haus aufgebaut ist, ein Dachstuhl oder Fachwerk konstruiert wird. „Wir zeigen den Jugendlichen, was später auf sie zukommt, wofür sie im Beruf Nivellieren, Modellbau oder Statistik brauchen“, erklärte beispielsweise der Elftklässler Lorenz Achtervolt.

Ans Eingemachte ging es in der Biologie. Dort hatten die Schüler die Möglichkeit, ins Innere von Lebewesen zu schauen, sezierten Würmer und Muscheln oder verarbeiteten mithilfe von Lab-Enzym Milch zu Käse.

3-D-Effekte und Handy-Apps

„Ich finde Biologie total spannend“, sagte Besucher Elias, der sich ohne jeden Ekel das Innere eines Wurms genau ansah und sich bereits überlegt, später an die Berufsschule zu wechseln. Auch im Labor der Chemiker arbeiteten die Besucher mit Pipetten, Phiolen oder Bunsenbrenner und erforschten unter anderem die Titration, eine Methode zur Bestimmung der Konzentration von Basen oder Säuren in Flüssigkeiten.

Die Gestaltungs- und Medientechnik präsentierte Videoeffekte und 3-D-Animationen, während die Informatiker einen Roboter programmierten oder gemeinsam mit den Schülern eine Handy-App erstellten. Auch bereits vorhandene wie künftig geplante Schulformen für Flüchtlinge wie die derzeitigen Sprachintensivkurse stellte die Schule vor.

Der Informationstag stand ganz unter dem praxisorientierten Schulmotto „mit Kopf, Herz und Hand“ nach dem pädagogischen Konzept des Namensgebers Adolf Reichwein. „Es geht darum, etwas in die Hand zu bekommen und durch praktische Übungen zum Anfassen zu lernen“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Robert Petri.

Der Informationstag kam gut an bei den Besuchern, viele Schüler, die im kommenden Jahr die Mittelstufe verlassen, informierten sich über künftige Möglichkeiten und ihre berufliche Zukunft. „Das ist auf jeden Fall interessant, man kann sich alles genau anschauen“, lobte etwa Kim Naumann das Angebot.

von Ina Tannert

Sönke Reich (links) und Lorenz Achtervolt erklärten die Details beim Hausbau. Foto: Ina Tannert
 
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