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Schüler zeigen großes Interesse am Handwerk

„Aktionswoche Handwerk“ Schüler zeigen großes Interesse am Handwerk

Auch am zweiten Tag der „Aktionswoche Handwerk“ blieb der Andrang auf die Werkstätten hoch. Hunderte Schüler schauten den Fachleuten über die Schulter und testeten ihr Geschick.

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Frauenpower in der Werkstatt: Die Autofans Jessica Reis (von links), Jasmin Piper, Marie und Emma Fischer interessierten sich für den Kfz-Kurs.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Nach einem bereits sonnigen Messeauftakt strömten auch am Mittwoch wieder rund 400 Jugendliche bei bestem 
Spätsommerwetter auf das 
Gelände des Berufsbildungszentrums. Rund um die 
Aktionsstände der einzelnen 
Innungsbetriebe herrschte anhaltender Trubel.

Zahlreiche Schüler nutzten das praktische Angebot und nahmen auch längere Wartezeiten in Kauf, um selber einmal die Handhabung des ein oder anderen Werkzeugs zu testen. „Es ist toll, dass man selber mit anpacken kann“, sagte Autofan Marie Weiß.Die Schülerin interessierte sich vor allem für das Kraftfahrzeuggewerbe und plant eventuell 
eine Ausbildung als Kfz-Mechatronikerin. „Ich schraube einfach gerne herum“, erklärte Marie.

Großer Andrang herrschte auch andernorts auf der Messe. So manche Gruppe und mancher Seminarraum war am Vormittag fast schon überfüllt. „Wir haben eine riesige Resonanz“, freute sich unter anderem Friseurin Susanne Hönig, die Dutzenden Schülern ihr kreatives Handwerk näherbrachte.

Die angehende Friseurin Natalia Wojcik (rechts) berät Schülerin Melissa Huhn.

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Eine davon war Melissa Huhn von der Georg-Büchner-Schule aus Stadtallendorf, die geübt mit Hand an die Modell-Köpfe legte. „Ich arbeite gerne mit Haaren, vielleicht ist der Beruf etwas für mich.“ Über mangelndes Interesse konnte sich keine der vertretenen Branchen beschweren. Neben den traditionellen Handwerken wie Bäcker, Fleischer oder Tischler freuten sich Baugewerbe wie Elektrotechnik und Metallbau-Bereich über stete Nachfrage.

„Es gibt einfach viel zu sehen, man bekommt einen guten Überblick über die Berufswelt“, fand Besucherin Meryem Topal. 
Große Resonanz erfuhr auch das Kraftfahrzeuggewerbe. „Das Interesse am Automobilkaufmann ist dieses Jahr sehr hoch, wirklich toll“, lobte Obermeister Ralf Funke.

Messe dient auch der Kontaktaufnahme

„Wir haben viele ernsthaft interessierte Jugendliche, die sich gut vorbereitet haben“, sagte Meinhard Moog, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Marburg. Anziehungspunkt der Messe ist der praxisnahe Ansatz der einzelnen Informationsstände. „Das ist was die Aktionswoche Handwerk ausmacht – selber etwas auszuprobieren und sich mit Auszubildenden im selben Alter austauschen zu können“, so Moog.

Neben der fachlichen Beratung und Demonstration der Berufe dreht sich die Messe auch um die Kontaktaufnahme zwischen den Betrieben, potenziellen Praktikanten und zukünftigen Auszubildenden. „Diese Woche ist einmalig, eine solche Vielfalt können einzelne Firmen einfach nicht bieten – das geht nur hier“, betonte Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher.

Ein großes Lob gab es für die rund 50 ehrenamtlichen Helfer aus den verschiedensten Betrieben, die an der Messe teilnahmen und vor Ort zur Verfügung standen, dabei in dieser Woche im Betrieb fehlen. „Alle packen mit an“, honorierte Limbacher den Einsatz der Freiwilligen.

von Ina Tannert

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