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Schüler schnuppern „Hochschulluft“

Schule kooperiert mit Hochschule Schüler schnuppern „Hochschulluft“

Ein Kooperationsvertrag zwischen den Kaufmännischen Schulen und der Technischen Hochschule Mittelhessen soll eine ­größere Durchlässigkeit von der Schule ins Studium ermöglichen.

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Unter den Augen von Tatjana Tkaczuk (von links) unterzeichneten Siegmar Günther, Professorin Pia Robinson und Marburgs Schul­dezernentin, Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, den Kooperationsvertrag.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Schüler der Kaufmännischen Schulen Marburg (KSM) haben ab sofort die Möglichkeit, an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ein „Schnupperstudium“ zu absolvieren. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde jüngst unterzeichnet.

Im Rahmen des Kooperationsvertrags sollen die Schüler der Fachoberschule mit Schwerpunkt Wirtschaft und des Beruflichen Gymnasiums mit den Schwerpunkten Wirtschaft und Gesundheit laut Auskunft von Schulleiter Siegmar Günther umfassend über die Angebote des Studiums Plus, eines dualen Studiums, informiert werden und bekommen zudem die Möglichkeit, bereits während ihrer Schulzeit in das duale Studium hineinzuschnuppern.

„Frühstarterprogramm“
 bietet intensive Einblicke

Günther erhofft sich insbesondere von den Beratungs- und Informationsangeboten, die die Hochschule künftig in der Schule anbieten wird, Impulse auch für die Kaufmännischen Schulen selbst. Zudem sei vereinbart worden, dass theoretisches und praktisches Fachwissen der Lehrkräfte ausgetauscht werde. Bei den Schülern werden Anforderungsprofile geprüft und geschaut, welche Leistungen anerkannt werden können.

Wie Professorin Pia Robinson, Lehrende im Fachbereich Wirtschaft der THM und Direktorin von Studium Plus, erläuterte, biete die THM das duale Studium seit dem Wintersemester 2000 an. Gestartet mit 15 Studierenden könnten heute etwa 1200 Studierende zwischen unterschiedlichen Studiengängen wählen – sowohl mit Bachelor- als auch mit Master-Abschluss. „Wir haben ein umfassendes Angebot“, hob Robinson hervor.

Während der Vorlesungszeit würden sie an der Hochschule studieren, in der restlichen Zeit aber in Partnerbetrieben, etwa 600 großen und kleinen Unternehmen, an konkreten Projekten arbeiten. Der Vorteil für die dualen Studenten sei neben der praktischen Erfahrung, dass die Betriebe sie auch während des Studiums weiterhin bezahlten, erläuterte die Professorin. Und auch die Unternehmen profitierten vom dualen Studium, denn sie würden die zukünftigen Hochschulabsolventen ja bereits kennen.

Zertifikat wird bei Studienbeginn angerechnet

Das „Frühstarterprogramm“ für die Schüler stellte Tatjana Tkaczuk vor. „Sie können dabei richtige Hochschulluft schnuppern“, betonte sie. In den Herbst- und Osterferien werde ein kostenfreies Modul angeboten, das sechs Termine beinhalte.

Am Ende stehe eine Abschlussarbeit im Form einer Klausur oder einer Präsentation. Zudem gebe es für die Schüler ein Zertifikat – mit diesem können die Leistungen beim tatsächlichen Beginn eines Studiums bereits angerechnet werden.

Laut Tkaczuk sind die Kaufmännischen Schulen in Marburg nach der Adolf-Reichwein-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule der dritte Kooperationspartner der THM. Hessenweit seien es 32. Die Angebote für das Schnupperstudium gebe es am Hauptstandort Wetzlar, aber auch an den zahlreichen Nebenstandorten, unter anderem auch in Biedenkopf.

Wie Siegmar Günther betonte erleichtere die Kooperation den Schülern die Entscheidung für oder gegen ein Studium enorm. Er wünsche sich, dass angesichts der drei Partner eventuell auch in Marburg ein Standort der Hochschule entstehe. „Denn Biedenkopf ist doch relativ weit“, sagte der Schulleiter.

von Heiko Krause

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