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Schüler lösen Energie-Probleme

Workshops von Provadis Schüler lösen Energie-Probleme

Wie begeistert man den Nachwuchs für naturwissenschaftliche Berufe? Mit viel Praxis – daher veranstaltete Provadis jüngst einen „Mint“-Tag mit Workshops für Schüler.

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Devon Pause (von links), Jonas Eley und Linus Weber (rechts) von der Alfred-Wegener-Schule experimentieren unter Anleitung von Julia Behle zum Thema Energieumwandlung.

Quelle: Michael Hahn

Marburg. „Windkraft“, „Solar“, „Wasserkraft“ – auf die Frage „Wie generiert man Strom?“ hatten die Schüler schnell Antworten parat. Es wurde klar: Das Thema erneuerbare Energien ist für alle von Bedeutung. Gestellt hatte die Frage Julia Behle, Mitarbeiterin von Provadis in Marburg.

Mit der Absicht, „das Konzept nachhaltige Energiegewinnung in die Köpfe der Schüler zu bringen“, hat Behle den Workshop „Neue Technologien“, der im Rahmen des Projekts „Mint – Die Stars von morgen“ stattfand, organisiert. Ziel des Projekts ist es, das Interesse von Schülern zum Ergreifen von Ausbildungsberufen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint) zu wecken.

Im Workshop „Neue Technologien“ mussten die 20 Haupt- und Realschüler von der Burgwaldschule Frankenberg, der Gesamtschule Niederwalgern, der Mittelpunktschule Dautphetal und der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain Problemstellungen rund um erneuerbare Energie des fiktiven Inselstaates Amberta lösen.

Chemie hautnah erleben

Die Schüler hatten dabei die Möglichkeit, sich an sieben Experimentierstationen praktisch und unmittelbar mit den Themen Solar-, Wasser- und Windkraftenergie, Leichtbau, Generatoren/Elektrik, Brennstoffzellen und Energieumwandlung zu beschäftigen. In kleinen Gruppen konnten sie lernen, wie Energie mithilfe von neuen Technologien erzeugt wird und wie jeder selbst Energie einsparen kann. „Die Kinder können sich selbst als Experten sehen“, hob Behle hervor.

Lilia Mehlmann, Lehrerin für Chemie und Mathematik an der Burgwaldschule, war begeistert von dem Angebot. Für die Schüler sei es „ein Erlebnis“, sie könnten richtig experimentieren und „Chemie hautnah erleben“. Dr. Karl-Heinz Muth vom Chemikum Marburg, das an dem Projekt beteiligt ist, betonte, dass Projekte wie dieses Schülern im Vorfeld verdeutlichten, dass ein Fach wie Mathematik vielleicht doch im späteren Lebensweg noch einmal von Bedeutung sein könne.

Jugendliche opfern Freizeit

Jürgen Möller von Provadis ist einer der Leiter des Projekts, das er als „Maßnahme der Berufsorientierung für Schüler“ sieht. Die jungen Menschen könnten erforschen, ob die Mint-Thematik für sie in Betracht käme. Der Charme wäre, „Dinge in der Praxis anzufassen“. Fasziniert und beeindruckt sei er vor allem auch vom Engagement der 14- bis 16-Jährigen, die einen Teil ihrer Freizeit opferten, um an dem Projekt teilzunehmen.

Am Ende des Tages hatten die Schüler für die Probleme auf Amberta eine Lösung gefunden. So wurde für das Energiekonzept ein Energiemix vorgeschlagen. Es sollten Solarzellen auf die Dächer der südlichen Städte installiert werden, Windkraftwerke entstanden auf Bergen und an Küsten ohne viel Bevölkerung. Es wurde Wert darauf gelegt, dass Anwohner und mögliche Touristen nicht durch Windräder gestört werden.

Außerdem sollten Stauseen in den Bergen errichtet werden, um dort Pumpspeicher- und Wasserkraftwerke zu bauen. „Alles in allem waren die Schülergruppen äußerst kreativ und haben ihre Ergebnisse zum Teil mit tollen Skizzen und Kartenausschnitten präsentiert“, resümierte Behle zufrieden.

von Michael Hahn

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