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Schüler lassen ihre Gäste an den Herd

Küchen-Party Schüler lassen ihre Gäste an den Herd

Ein Fünf-Gänge-Menü, bei dem die Gäste selbst Hand anlegten, war das zweite Praxisprojekt der Oberstufe an der Hotel- und Touristikfachschule Marburg.

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Oben: Die Oberstufenschüler der Hotel- und Touristikfachschule. Unten links: Manuel Mazzucato gibt Bianca Berger Hilfestellung beim Temperieren der Schokolade. Rechts: Die Gäste hatten beim Zubereiten der Speisen viel Spaß.Fotos: Andreas Schmidt

Marburg. Freitagnachmittag, 17.30 Uhr. Nach und nach treffen die ersten Gäste ein, die an dem Projekt der Schüler teilnehmen. Dabei gibt es dieses Mal eine Neuerung: Die Besucher lassen sich an diesem Abend nicht nur verwöhnen, sondern werden Teil des Projekts, das unter dem Titel „Küchenparty - zusammen braten wir uns durch“ steht.

Während die Gäste einen Begrüßungs-Prosecco im Foyer trinken, laufen in der großen Gastro-Küche die Vorbereitungen auf Hochtouren. Seit 9 Uhr sind die Schüler zugange, bereiten die große Küchenparty vor. Es wurde schon Brot gebacken und Ziegenkäse-Mousse gerührt, Dipps und Saucen vorbereitet. Schließlich sollen die Gäste sich wohl fühlen.

Schüler haben Projekt selbst entwickelt

Projektlehrer Willi Hütig erklärt, warum so ein großer Aufwand veranstaltet wird: „Unsere Oberstufe zeichnet für zwei Projekte im Schuljahr verantwortlich.“ Eins war die große Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Hotel- und Touristikfachschule im vergangenen Herbst. „Da sollte es jetzt etwas kleiner sein“, sagt Hütig. In der Folge hätten die Schüler überlegt, wie sie denn die Gäste einbinden könnten. „Das geschieht in der Regel bei einem Brainstorming. Die Idee war, dass die Veranstaltung in einem überschaubaren und lockeren Rahmen stattfindet“, so der Lehrer. Herausgekommen sei die Idee der Küchenparty.

Hütig betont, dass er und sein Kollege Ullrich Hahn sich „aus den Planungen weitestgehend herausgehalten“ hätten. Denn: „Die Schüler absolvieren eine kaufmännische Ausbildung, sind nach ihrem Abschluss staatliche geprüfte Betriebswirte für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Da gehört die Organisation zu den ureigensten Aufgaben.“

Während der Projektlehrer die Idee erläutert, wird in der Küche weiter fleißig gewerkelt: Schokolade temperieren, Vorspeise vorbereiten. Die Nebelmaschine gibt einen ersten Stoß ab, der wabernde Qualm wird in buntes Licht getaucht.

Einmarsch in die Küche zur Musik von „Rocky“

Dann geht es los: Zur den Fanfarenklängen der Rocky-Filmmusik laufen die Gäste in die Küche ein. 30 sollten es sein, 40 sind es geworden, „das ist noch im Rahmen“, sagt Hütig.

Schnell kommen Gäste und Schüler miteinander ins Gespräch, verteilen sich auf die unterschiedlichen Stationen. Denn schließlich sollen sie helfen, ein Fünf-Gänge-Menü zu kochen. Und auch zum Eindecken und im Service werden Freiwillige benötigt. Und während die Einen lernen, Servietten zu falten, greifen die Anderen bereits beherzt zum Messer, um beim Menü zu helfen.

Neben dem „Amuse-bouche“ soll es eine Terrine mit Mangold und Brioche geben, dann steht ein Lachsfilet mit Walnuss und Ricotta auf dem Speiseplan, gefolgt von einem Buttermilch-Limette-Sorbet und Poularde mit Blumenkohl, Karotten und Polenta. Den Abschluss bildet ein Griesflammerie mit Mascarpone-Joghurt-Schaum.

Den Gästen macht die Küchenparty sichtlich Spaß. Bei Musik entwickeln sich nicht nur fachliche Gespräche, es wird auch viel gelacht. Angst, sich beim Kochen schmutzig zu machen, müssen sie nicht haben: Jeder hat vorab eine Schürze bekommen, die er nach dem Koch-Event mit nach Hause nehmen darf. Außerdem gibt es auch die Rezepte des Abends in einem kleinen Büchlein zum Mitnehmen. Und am Ende sitzen alle gemeinsam an der festlich gedeckten Tafel und genießen.

von Andreas Schmidt

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