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Schüler erleben das alte Rom hautnah

Ausstellung „Opera Sociale“ von Ferrero Schüler erleben das alte Rom hautnah

Wie ging es zu im alten Rom? Davon können sich Schüler in der „Opera Sociale“ von Ferrero derzeit ein Bild machen.

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In der Schmuckwerkstatt stellen die Schüler aus Kupferstreifen Armbänder her. Mit Hammer und Eisen schlagen sie unter Anleitung des Lehrers Muster in die Reifen.

Quelle: Andreas Schmidt

Stadtallendorf. Schon beim Eintreten in die „Opera Sociale“ des Süßwarenherstellers Ferrero in Stadtallendorf ist lautes Hämmern zu hören. Kinder plappern munter durcheinander, es wird viel gelacht. „Das sieht voll cool aus“, sagt ein Mädchen, als es einen Klassenkameraden geschminkt hat. Und auch sein Kumpel greift zum Pinsel und trägt seinem Freund Farbe auf – selbstgemachte Schminke wie zu „Römerzeiten“ – allerdings aus Kreide angemischt.

Karl Tizian Rückert (kleines Foto rechts: Schmidt) ist der Geschminkte. „Das fühlt sich komisch an, ist aber ok, um es mal auszuprobieren“, sagt er – und verschwindet wieder im Getümmel. Er ist mit seinen Schulkameraden von der Georg-Büchner-Schule zu Ferrero gekommen. Gemeinsam nehmen die Kinder an der interaktiven Ausstellung „Auf nach Rom“ teil, die vom „Museum im Koffer“ aus Nürnberg, einem Kindermuseum, in Stadtallendorf organisiert wird.

Ziel der Ausstellung ist es, Kindern eine antike Kultur näher zu bringen und ihnen die Verbindung zur heutigen Zeit zu vermitteln. Geboten wird den Schülern ein anschaulicher Einblick in die hektische Metropole Rom vor 2000 Jahren, in der die Römer ähnliche Herausforderungen zu lösen hatten, wie sie noch heute in Großstädten bestehen.

„Am Anfang gibt es einen 20-minütigen Vortrag, um den Schülern zu verdeutlichten, wie das Leben im alten Rom ablief“, erläutert Elke Gaßner vom Kindermuseum. Sie zeigt an einem großen Panorama-Bild, dass es auch damals schon eine funktionierende Wasserversorgung gab, „auch gab es die Polizei und auch ein Stadion“, so Gaßner. „Rom war ziemlich fortschrittlich – vieles von damals gibt es auch noch heute, die Bewohner hatten ähnliche Probleme zu lösen, wie wir“, erläutert die Pädagogin.

Nach der Mitmach-Einführung wird es praktisch: Die Kinder kochen beispielsweise wie im alten Rom. „Moretum“ heißt die Vorspeise, eine Käse-Kräuter-Knoblauchcreme, als Hauptgericht gibt es die römische Gemüsesuppe „Puls“, und als Dessert bereiten die Schüler „Globi“ zu, Bällchen aus Quarkgries. Auch stellen die Schüler Rußtinte her, die sie dann mit Gänsekielen auf Papyrus bringen, es steht ein Abacus bereit, mit dem das gerade erlernte römische Zahlensystem „errechnet“ wird.

Hoch im Kurs stand auch die Schmuckwerkstatt, in der die Schüler aus Kupferstreifen Armbänder herstellen – und mit Hammer und Eisen Muster in die Reifen schlagen. „Du musst die Ränder erst abschleifen, damit du dich nicht verletzt“, sagt ein Mädchen zu ihrer Klassenkameradin, während sie mit einer Zange den Armreif in Form biegt, damit er um ihr Handgelenk passt. Und zum Abschluss bauen alle gemeinsam eine Brücke – nur aus Holz, ganz ohne Nägel oder Schrauben (kleines Foto: Ferrero).

Fünf Klassen der Georg-Büchner-Schule aus Stadtallendorf und drei weitere Klassen der Alfred-Wegener-Schule aus Kirchhain werden bis zum Freitag die Ausstellung erlebt haben. Am Freitag und Samstag ist die Ausstellung dann für die ehemaligen Mitarbeiter von Ferrero und deren Enkel geöffnet.

von Andreas Schmidt

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