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Schüler erleben Naturwissenschaft hautnah

Abschluss des sechsten „Mint“-Projekts Schüler erleben Naturwissenschaft hautnah

Zur Frage „Was möchte ich beruflich machen?“ veranstalteten Unternehmen wie CSL Behring und die Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH in Kooperation mit dem Chemikum Workshops für Marburger Schulen.

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Marie Hormel (von links), Michel Rinke und Dominik Becker zeigen, wie man Glas mithilfe von Silbernitrat verspiegeln kann.

Quelle: Provadis

Marburg. Bereits im vergangenen Oktober startete im Mitmach-Labor Chemikum zum sechsten Mal das berufsorientierte Bildungsprojekt „Mint – Die Stars von morgen“ für 31 Schüler von Haupt-, Real- und Gesamtschulen aus Marburg und der Region.

„Das Projekt ermöglicht den Schülern, außerhalb des Schulunterrichts frühzeitig erste Erfahrungen mit den Mint-Themen zu sammeln – und dies anhand praktischer Inhalte“, sagte Jürgen Möller, Projektleiter bei Provadis. „Mint“, das bedeutet spannende Versuche aus den Feldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Besuch des Mathematikums

In Kooperation mit Provadis, laut eigenen Angaben Hessens größter Bildungsdienstleister, hatten interessierte Schüler die Möglichkeit, an dem 28-stündigen Workshop verteilt auf vier Monate wieder selbstständig Experimente und Versuche zu entdecken.

Die jungen Leute konnten außerdem bei einem Besuch des Pharma-Unternehmens CSL Behring direkt mit Auszubildenden in Kontakt treten sowie einen Nachmittag in Frankfurt bei der „Experimenta“ und im Gießener Mathematikum verbringen.

Bei ihren Versuchen begleiteten Diplom-Biologin Sabine Fahle, Dr. Ina Budde und Dr. Karl-Heinz Muth die Jugendlichen. Zur Abschlussveranstaltung im Marburger Mitmach-Labor präsentierten die Schüler ihren Familien und Lehrern ihre Lieblingsexperimente.

Film dokumentiert die Teilnahme

An verschiedenen Versuchsstationen zeigten die Jugendlichen so beispielsweise die Funktionsweise von Hochöfen, Vakuum und chemische Reaktionen durch das Verbrennen von in Alkohol getränkten Hustenpastillen.
An der Station Blutdruck und Blutkreislauf erklärte beispielsweise Sina Althaus den Unterschied zwischen Ruhe- und Belastungspuls. „Wir haben uns für diese Station entschieden, weil es sich so spannend anhörte“, sagte sie. Besonders den „Zuwachs an Selbstvertrauen und eigenen Kompetenzen“ habe Fahle während des Projekts bei den Schülern entdeckt.

Neben der Vorstellung neuer Berufsfelder galt es, den Jugendlichen die beruflichen Chancen in den Berufen aus dem Mint-Spektrum zu vermitteln. Ein Film, der während dieser Projektphase entstand, soll zudem die Teilnahme nochmals dokumentieren. „Die Entscheidung über den späteren Berufsweg müssen die Schüler am Ende selbst treffen, das Projekt kann nur einen Anstoß dafür geben“, sagte Möller.

Für die erfolgreiche Teilnahme erhielten die Schüler zum Schluss ein Zertifikat über die Inhalte der Workshops, das sie ihren Bewerbungsunterlagen für künftige Ausbildungs- oder Praktikaplätze beifügen können.
Gefördert vom Hessischen Kultus- und Wirtschaftsministerium, der Bundesagentur für Arbeit sowie aus Mitteln der EU und des Europäischen Sozialfonds richtet sich die Bildungsinitiative „Mint – Die Stars von morgen“ besonders an Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren zur Berufsorientierung.

von Arnd Hartmann

 
Zum Abschluss des Mint-Workshops im Marburger Chemikum erhielten die Schüler ihre Teilnahmezertifikate. Foto: Arnd Hartmann
 
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