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Schrauben und Kleinteile sollen Erfolg bringen

Neueröffnung Schrauben und Kleinteile sollen Erfolg bringen

Jüngst eröffnete der „Sonderpreis-Baumarkt“ in Fronhausen. Er ist der erste Markt der Franchise-Kette in Hessen - Inhaber Marco Gorbi will gegebenenfalls auch weiter expandieren.

Fronhausen. Der ehemalige Rewe-Markt in Fronhausen ist wieder belebt. „...da wo die Schraube wohnt“ steht auf knallroten Bannern - mit diesem Slogan wirbt die Kette, die nach eigenen Angaben an mehr als 140 Stellen in Deutschland vertreten ist. Und Marco Gorbi aus Cyriaxweimar hat nun den ersten hessischen Sonderpreis-Baumarkt eröffnet.

„Die Einrichtung des Markts hat etwa eineinhalb Wochen gedauert, das war sehr entspannt“, sagt Gorbi. Denn im Gegensatz zu üblichen Baumärkten mit mehreren Tausend Quadratmetern Fläche hat der neue Markt in Fronhausen rund 700 Quadratmeter. Und das ist so gewollt, wie Gorbi sagt: „Ich habe mir in den vergangenen Monaten alle Leerstände von Butzbach bis Kirchhain angeschaut. Und der Standort Fronhausen ist ideal.“

Für die Kette sei es unerheblich, dass es zu den großen Märkten nach Marburg, Gießen oder Gladenbach nicht weit ist. „Von den großen Märkten wollen wir uns mit unserem Konzept bewusst absetzen“, sagt Gorbi. Und auch, dass sich nur wenige Meter entfernt der Finger-Baumarkt oder Werkzeug-Vogel befinden, sei nicht relevant. „Das soll nicht überheblich klingen“, verdeutlicht der Geschäftsführer. „Aber es gibt im Sortiment nur wenige Überschneidungen, ich will den Vorhandenen keine Konkurrenz machen.“ Leben und leben lassen laute das Motto, man verstehe sich als Nahversorger und schiele nicht auf die anderen Märkte. „Außerdem kann man sich auch gegenseitig befruchten“, ist sich Gorbi sicher.

Kernkompetenz seien Schrauben, Nägel und Verbrauchsmaterialien wie Bohrer und Trennscheiben sowie Werkzeuge. „Schrauben in allen Größen und Qualitäten werden bei uns nach Gewicht berechnet“, sagt Gorbi. Und das zu einem günstigen Preis, „da wir die Verpackung weglassen - und daher auch der Slogan ,...da wo die Schraube wohnt‘“, so Gorbi. Dabei definiere sich der Markt klar über den Preis, „aber ohne Einbußen bei der Qualität“.

Vier Angestellte und zwei geringfügig Beschäftigte

Gorbi sagt: „Ich bin ein Baumarkt-Kind und seit 1996 in der Branche tätig.“ Bei vielen Märkten hat er in führender Position gearbeitet, war zuletzt in München tätig. Doch den gebürtigen Vogelsberger zog es zurück nach Hessen, er wollte nun sein „eigenes Ding machen, die Idee geistert schon seit zehn Jahren in meinem Kopf herum.“ Da kam der Kontakt zum Sonderpreis-Baumarkt genau richtig. „Ziel ist es, in zwei bis drei Jahren 500 Märkte zu haben“, sagt Gorbi. Und wenn Fronhausen gut läuft, dann will sich Gorbi an einer Expansion beteiligen und einen oder mehrere Märkte eröffnen.

Vier Angestellte und zwei geringfügig Beschäftigte arbeiten seit der Eröffnung im Markt. „Und je nach Umsatz wird das Personal noch erweitert.“

Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber sieht die Ansiedlung des neuen Markts sehr positiv. „Er ist eine Bereicherung für Fronhausen“, ist er sich sicher. Eine direkte Konkurrenz zu den beiden bestehenden Märkten sieht Weber nicht.

„Das Modell des Sonderpreis-Baumarkts unterscheidet sich deutlich von den anderen Märkten“, meint Weber. Der neue Markt spreche wohl eher eine andere Käuferschicht an als die bestehenden Fachmärkte. „Außerdem kann es auch sein, dass eine gegenseitige Befruchtung entsteht. Nicht umsonst siedeln sich häufig in der Nähe von Supermärkten auch die Discounter an“, so Weber. Er ist froh, dass das Rewe-Gebäude nach rund zwei Jahren wieder gefüllt ist - dadurch gehe ein starkes Signal aus, wodurch eventuell auch der leer stehende Aldi-Markt vielleicht bald wieder belebt werden könne. Dafür spräche auch die gute Lage.

von Andreas Schmidt

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