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SW Motech investiert 4,5 Millionen Euro

Neue Logistikhalle SW Motech investiert 4,5 Millionen Euro

Im November soll die neue Logistikhalle von SW Motech fertiggebaut sein. Der Motorradzubehör-Hersteller aus Rauschenberg geht damit den nächsten Schritt einer
rasanten Entwicklung.

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Geschäftsführer Jürgen Swora (von links), Landrätin Kirsten Fründt, Geschäftsführer Jörg Diehl, der stellvertretende Bürgermeister Rauschenbergs Axel Schmidt und Dr. Frank Hüttemann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises betätigten sich beim Spatenstich für die neue Logistikhalle.

Quelle: Peter Gassner

Rauschenberg. In einem kleinen Stall im Ortsteil Bracht fing es im Jahr 1999 an. 18 Jahre später expandiert die Motorradzubehör-Firma SW ­Motech ­bereits zum wiederholten Male.­ Über ein ehemaliges Postgebäude in Rauschenberg ging es auf das heutige Firmengelände im Ernteweg. Und dort – gegenüber der bestehenden Gebäude baut das Unternehmen nun seine neue Logistikhalle, die fast der Größe eines durchschnittlichen Fußballfeldes 
entspricht.

Auf 4200 Quadratmetern entsteht dabei neue Lagerkapazität, die angesichts des Firmenwachstums dringend nötig seien, so die beiden Geschäftsführer Jörg Diehl und Jürgen Swora. Die bisherige Lagerhalle mit 2700 Quadratmetern wird obendrein weiter verwendet. Auf drei Etagen kommen zudem 900 Quadratmeter Bürofläche hinzu. Auch ein Veranstaltungsraum ist darin enthalten. Eine insgesamt 4,5 Millionen Euro teure Investition die Zukunft der Firma, die laut Diehl auch „ein klares Bekenntnis zum Standort Rauschenberg ist“.

Mit seinen 120 Mitarbeitern in Rauschenberg (ebenfalls rund 120 Mitarbeiter arbeiten zudem im zweiten Werk in der tschechischen Stadt Brünn) sei „die Wichtigkeit von SW Motech für die Kommune kaum in Zahlen auszudrücken“, erklärte­ Axel Schmidt, stellvertretender Bürgermeister der Stadt. Zwar sei der Motorradzubehör-Hersteller zu Beginn noch von vielen Rauschenbergern „kritisch begutachtet“ worden, diese Stimmen seien inzwischen aber längst verstummt.

Hintergrund

SW Motech produziert mehr als 2500 eigene Produkte – unter anderem Gepäcklösungen für Motorräder. Das Unternehmen exportiert in über 60 Länder und arbeitet mit großen Motorrad-Herstellern zusammen.

Durch ­Gewerbesteuern, Arbeitsplätze und mit den Mitarbeitern verbundene Belebung des Einzelhandels in der Stadt seien gerade für eine „finanzschwache“ Kommune wie Rauschenberg von enormer Bedeutung. „Umso stolzer sind wir, einen solchen Betrieb hier beherbergen zu können“, so Schmidt.

Für die beiden Geschäftsführer gab es aber ohnehin keine Alternative, „denn wir kommen von hier“, betonte Diehl. Der Standort habe „viele Vorteile“, jedoch auch einige Nachteile. Im Gespräch mit Dr. Frank Hüttemann von der Wirtschaftsförderung des Landkreises und Landrätin Kirsten Fründt (SPD), die zum Spatenstich für die neue Halle gekommen waren, sprachen Diehl und Swora die Wünsche des Unternehmens an die Politik dann auch an.

Besonders zur – aus Sicht der Geschäftsführer immer schwieriger werdenden – Suche nach neuen Fachkräften tauschten sich die Unternehmer mit den Vertretern des Landkreises aus. „Wir wollen uns stärker in der Region präsentieren“, erläuterte Diehl. Fründt verwies in diesem Zusammenhang auf die Technische Hochschule Mittelhessen, bei der Fachkräfte zu finden seien, die bereits in der ­Region sind. Hüttemann bot zudem an, dass das Unternehmen sich an einem Karriereabend in der Uni Marburg vorstellen könne.

Durch die neue Halle, für die die Erdarbeiten bereits im März begannen, und die im November bezogen werden soll, könnte auch die Zahl der Arbeitnehmer bei SW Motech leicht steigen.

von Peter Gassner

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