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Filialschließungen SPD-AG 60plus
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Die Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD Marburg-Biedenkopf kritisiert in einer ­Resolution das Vorgehen des Sparkassenvorstands im Zuge der geplanten Filialschließungen.

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Auch die Filiale in Ockershausen soll geschlossen werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Er erwäge rechtliche Schritte gegen die Sparkassen-Spitze einzuleiten, sagte Reinhold Drusel, Stadtältester in Marburg, bevor er genauso wie ein Dutzend weiterer Besucher am Donnerstagabend den Raum verlassen musste.

Er war der Einladung des Wirtschafts-Kreistagsausschusses gefolgt, der zur Sitzung eingeladen und bis zuletzt bestätigt hatte, dass alle Punkte öffentlich seien. Doch die Informationen des Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Andreas Bartsch zu den geplanten Filialschließungen sollten dann doch nur die Kreistagsabgeordneten hören – eine Mehrheit mit Stimmen der Großen Koalition stimmte kurz vor Beginn dieses Tagesordnungspunktes für den Ausschluss der Öffentlichkeit.

„Wir waren als Vertreter des Kreisseniorenrats gekommen, um uns zu informieren. So etwas habe ich im Kreistag noch nie erlebt. Warum widersprachen nicht alle Abgeordneten solch einem Vorgehen?“, empörte sich Herbert Bodenbender. Er frage sich, warum Filialschließungen so „hochsensibel“ seien, dass man darüber nicht vor allen sprechen könne. Der Ausschuss-Vorsitzende Werner Waßmuth hatte das Vorgehen mit „hochsensiblen“ Informationen begründet.

Resolution der 
SPD-Senioren

Die Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD Marburg-Biedenkopf kritisiert unterdessen in einer ­Resolution das Vorgehen des Sparkassenvorstands. Dieser lasse „jede öffentliche Diskussion und Kundeninformation vermissen“. Dass Bartsch nur im kleinen Kreis unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Hintergründe seiner Entscheidung erläutern wolle, sei nicht nachvollziehbar, so die SPD-AG.

Ortsbeiratssitzungen, in denen Vertreter des Sparkassenvorstands über die Schließungen informierten, waren ebenfalls nicht öffentlich (die OP berichtetete). „Es ist nicht zu spät, den mündigen Kundinnen und Kunden der Sparkasse die Gründe geschäftspolitisch notwendiger Maßnahmen in öffentlichen Informationsveranstaltungen zu erläutern und mit ihnen gegebenenfalls über alternative Lösungen zu beraten“, heißt es.

Bartsch hatte erklärt, dass er bereit sei, mit Lokalpolitikern zu sprechen, dies aber grundsätzlich nicht in öffentlicher Sitzung. Kritik übt der SPD-Mann Drusel auch am Verwaltungsrat der Sparkasse, an deren Spitze Landrätin Kirsten Fründt (SPD) und Marburgs OB Dr. Thomas Spies (SPD) stehen. Er vermisst eine öffentliche Stellungnahme des Aufsichtsgremiums. Spies hatte Aussagen der Sparkasse bestätigt, wonach die Pläne einvernehmlich vom Verwaltungsrat mitgetragen werden.

von Anna Ntemiris

 
 
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Öffentlichkeit ausgeschlossen

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Andreas Bartsch, wollte am Donnerstagabend in der Sitzung des Wirtschafts-Kreistagsausschusses nicht öffentlich über die geplanten Filialschließungen berichten.

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