Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Rund 700 freie Lehrstellen im Landkreis

OP-Ausbildungsserie, Teil 1 Rund 700 freie Lehrstellen im Landkreis

Schon Monate vor dem offiziellen Ausbildungsbeginn im Sommer brummt der Ausbildungsmarkt ordentlich.

Voriger Artikel
Stadtwerke erfüllen Normen
Nächster Artikel
Regionale Vernetzung gefördert

Ein Auszubildender misst ein Werkstück mit einem Messschieber aus. Die Chancen auf eine Berufsausbildung stehen derzeit sehr gut, denn viele Betriebe suchen dringend Nachwuchs.

Quelle: Patrick Seeger

Marburg. Noch gibt es im Landkreis zahlreiche freie Stellen in den unterschiedlichsten Berufen. Im Rahmen der diesjährigen Ausbildungsserie stellt die OP in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit einige von ihnen exemplarisch vor.

Der Schulabschluss ist geschafft, das Studium wird vielleicht doch aufgeschoben, der ein oder andere mag sich vielleicht beruflich umorientieren – der Ansturm auf den regionalen Ausbildungsmarkt hat auf jeden Fall bereits begonnen. Und die Chancen, den passenden Ausbildungsplatz zu bekommen, stehen gut: Rund 700 freie Ausbildungsplätze gibt es landkreisweit noch zu ergattern, davon rund 400 im Bezirk Marburg, knapp 180 in Stadtallendorf und etwa 130 in Biedenkopf, teilt die Agentur für Arbeit mit. Dem gegenüber stehen derzeit 826 unversorgte Bewerber, die sich noch auf der Suche befinden.

Flexibler Einstieg ins Berufsleben

Die Betriebe im Landkreis suchen immer früher und intensiver nach passenden Nachwuchskräften, nicht alle können dabei auf ein breites Bewerberfeld zurückgreifen, der Fachkräftemangel macht sich zunehmend bemerkbar. Sinkende Schulabgängerzahlen und der Ansturm auf die Hochschulen lassen das Angebot an potentiellen Azubis weiter sinken. Dabei lassen viele Schulabgänger außer Acht, dass eine endgültige Entscheidung über den beruflichen Werdegang auch nach einer erfolgreichen Ausbildung getroffen werden kann – die Anreize dazu wachsen quasi parallel zur Fachkräfteverknappung.

Heutzutage bestehen deutlich mehr Möglichkeiten für einen individuellen wie flexiblen Einstieg ins Berufsleben. Alleine Ausbildung oder Studium schließen sich heute längst nicht mehr gegenseitig aus, der Realschulabschluss kann im Rahmen einer Lehre nachgeholt werden: Auch der Zugang zur Uni ohne Abitur ist durch eine passende, anerkannte Berufsausbildung möglich.

Der allgemeine Bedarf nach Lehrlingen ist bis zum Ausbildungsstart, und teils noch danach, hoch. Doch wie viele freie Plätze gibt es wo im persönlichen Traumberuf? Wie gut stehen die individuellen Chancen und welche Alternativen wären möglich? Fragen, die sich zukünftige Azubis derzeit stellen müssen.

Derzeit freie Stellen in mehr als 80 Berufen

Antworten, eine erste Orientierung für den Start ins Berufsleben und Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz bietet etwa das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur (jobboerse.arbeitsagentur.de). Bewerber können sich an der Online-Jobbörse über ihren Wunschberuf informieren, nach freien Stellen suchen und sich von den Mitarbeitern beraten lassen.

Noch ist der Ausbildungsmarkt üppig und bietet eine reiche Vielfalt in unterschiedlichen Berufsfeldern, alleine in Marburg winken freie Stellen in mehr als 80 verschiedenen Berufen. So etwa in den Bereichen Gesundheits- und Krankenpflege, ebenso sind Kaufleute im Einzelhandel, Verkäufer, Köche und Hotel- oder Restaurantfachleute gefragt. Gesucht werden unter anderem Hörgeräteakustiker, Elektroniker, Anlagenmechaniker oder Maler und Lackierer. Hohe Chancen haben Bewerber generell in Handwerks- und Industrieberufen, im kaufmännischen Bereich oder der Pflegebranche.

Es gibt aber schon jetzt Berufe, in denen es eng wird, besonders beliebte Ausbildungsberufe mit hohen Bewerberzahlen sind stets im kaufmännischen Bereich zu finden, wie der Industrie, dem Einzelhandel oder im Büromanagement. Auch der Verkauf schafft es unter die Top Ten, ebenso wie die Berufe Kfz-Mechatroniker oder der medizinische Fachangestellte. Nicht nur auf diese Branchen hat der Bewerbungssturm unlängst begonnen. Insgesamt bestehen für alle Bewerber „realistische, gute Chancen“ – etwa auch in „verwandten“ Berufsfeldern, die weniger bekannt sind, teilte die Agentur mit.

  • Informationen zu freien Ausbildungsstellen und rund um das Thema Berufswahl bietet die Arbeitsagentur: Kontakt unter 0800/4555520 (kostenfrei) oder per E-Mail unter marburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

von Ina Tannert

 
Top 10: Freie Ausbildungsstellen

Verkäufer (70)

Koch (25)

Augenoptiker (12)

Restaurantfachmann (12)

Maler und Lackierer – Gestaltung und Instandhaltung (13)

Hörgeräteakustiker (11)

Zahnmedizinischer Fachangestellter (10)

Medizinischer Fachangestellter (8)

Raumausstatter (6)

Altenpfleger (3)

(Quelle: Agentur für Arbeit. Genannt wird nur die männliche Berufsbezeichnung.)

 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr