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„Zukunftsfähig“ trotz vorläufiger Insolvenz

Roller + Schneider in Breidenstein „Zukunftsfähig“ trotz vorläufiger Insolvenz

Rechtsanwalt Carsten Koch aus Kassel ist zuversichtlich, dass es mit der Firma Roller + Schneider in Breidenstein weiter­gehen wird. Seit Dienstag vergangener Woche läuft das vorläufige Insolvenzverfahren.

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Bei Roller + Schneider läuft das vorläufige Insolvenzverfahren – die Löhne der 53 Mitarbeiter sind damit gesichert.

Quelle: L.-J. Schmidt

Breidenstein. Mit einst acht Mitarbeitern hatten Manfred Schneider und Julius Roller die Firma für den Formen- und Maschinenbau 1993 gegründet. Sie bauten ein Unternehmen auf, das im Bereich der Kunststoff-Blasformengebung spezielle Produkte herstellt und ständig wuchs.

Als der Generationenwechsel anstand, übergaben sie die Firma 2008 in jüngere Hände. Geschäftsführer ist heute Bernd Walczok. Und der musste den Weg zum Amtsgericht antreten, um das vorläufige Insolvenzverfahren zu beantragen. Ihm zur Seite steht nun der Kasseler Rechtsanwalt Carsten Koch.

Der bestätigte auf Anfrage, dass man nun dabei sei, ein Gutachten über den Betrieb und seine Probleme zu erstellen. Koch und seine Mitarbeiter waren am Dienstag vergangener Woche in Breidenstein und informierten dort auch die 53 Mitarbeiter der Firma über den aktuellen Stand und das anstehende Verfahren.

Laut Koch werde er vermutlich Anfang oder Mitte März das Gutachten vorliegen haben, um dann weitere Bewertungen zur Zukunft der Firma vornehmen zu können. Nach seinem ersten Eindruck ist das Unternehmen aber zukunftsfähig. Für die Mitarbeiter sei sichergestellt, dass die Löhne weiter gezahlt werden. Zudem habe es erste Gespräche mit den Zulieferern und Kunden gegeben, damit der Betrieb in Breidenstein weitergeführt werden kann. Koch verweist auf die Produktpalette der Firma, die derart speziell und in Deutschland auch einzigartig sei, dass eine Fortführung der Geschäfte sehr wahrscheinlich ist.

Roller + Schneider bezeichnen sich auf ihrer Internetseite als „weltweit führenden Hersteller von Blasformen“ für die Fertigung von Kühllehren, Spreiz- und Blasdornvorrichtungen, Nachtkühlanlagen, Dichtigkeitsprüfbecken sowie der Verkettung von Produktionsmaschinen. Zum Kundenkreis zählt unter anderem die Automobilbranche. Als wichtigsten Grund für die aktuellen wirtschaftlichen Probleme des Breidensteiner Unternehmens nannte der vorläufige Insolvenzverwalter „Auftragsverschiebungen“.

von Edgar Meistrell

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