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Rhön sieht sich auf „stabilem Wachstumskurs“

Halbjahresbilanz Rhön sieht sich auf „stabilem Wachstumskurs“

Im ersten Halbjahr 2016 hat die Rhön-Klinikum AG gut 414.000 Patienten 
 behandelt und so einen Umsatz in Höhe von mehr als 590 Millionen Euro 
 generiert.

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Die Rhön-Klinikum AG, zu der auch das UKGM Marburg gehört, erzielte im ersten Halbjahr 2016 ein Ergebnis von gut 103 Millionen Euro.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Neustadt. Nach eigenen Angaben habe der Konzern somit seinen stabilen Wachstumskurs fortgesetzt. Demnach seinen in den ersten sechs Monaten diesen Jahres an den fünf Standorten, zu denen auch das Uni-Klinikum Marburg gehört, 414.403 Patienten behandelt worden. Der Umsatz belief sich auf 590,6 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrage 103,4 Millionen Euro, teilte die Rhön-Klinikum AG mit. Darin enthalten seien rund 41 Millionen Euro an Rückstellungen, die im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres aufgelöst wurden und hauptsächlich für nicht mehr benötigte Gewährleistungsverpflichtungen aus der Transaktion mit Fresenius/Helios gebildet worden waren. Aufgrund dieser bilanziellen Nachwirkungen seien die aktuellen Geschäftszahlen mit denen der Vorjahre nur bedingt vergleichbar.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Dr. Martin Siebert sagte zu den Zahlen: „Perspektivisch bleibt abzuwarten, wie sich das neue Krankenhausstrukturgesetz auf unser Geschäft auswirken wird. Besonders einzelne Angebote der Hochleistungsmedizin werden vermutlich den Belastungen neu gewichteter Kalkulationsgrundlagen ausgesetzt sein.“ Diesen Herausforderungen wolle man sich weiterhin stellen, „auch künftig werden wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich und profitabel arbeiten“, erläuterte Siebert.

Einmaleffekte werden sich gegenseitig kompensieren

Für das laufende Geschäftsjahr rechne der Konzern mit einem Umsatz zwischen 1,17 und 1,20 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werde zwischen 155 und 165 Millionen Euro betragen.

In diesem Jahr würden ergebnisseitig positive und negative Einmaleffekte im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich auftreten, die sich teilweise gegenseitig kompensierten. Diese resultierten überwiegend aus der bilanziellen Abwicklung der Transaktion mit Fresenius/Helios, der Erstkonsolidierung und Integration der Kreisklinik Bad Neustadt, aus Sonderbudgets für Innovation und E-Health, offenen Abrechnungen sowie dem Aufbau eines größeren Diagnostik- und Ambulanzzentrums am Universitätsklinikum Marburg.

Im weitgehend regulierten Marktumfeld sei aktuell mit gesetzgeberischen Einschränkungen zu rechnen, die sich vorübergehend hemmend auf die organische Geschäftsentwicklung auswirken würden. Insbesondere durch den Mehrerlösabschlag mit Volumenbasis aus 2013 werde das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr mit einem Umsatzabschlag von ungefähr einem Prozent rechnen müssen – man habe aber „entsprechende Gegenmaßnahmen“ eingeleitet, um die Auswirkungen zu neutralisieren.

Siebert bekräftigte erneut das Festhalten an den Campus-Plänen: Der Fokus liege künftig auf den zentralen Zukunftsthemen Digitalisierung und Netzwerkmedizin. „Alle damit verbundenen Initiativen einschließlich der Campus-Konzeption haben die Zielsetzung, systematisch Impulse für eine zukunftsfeste, patientenorientierte Gesundheitsversorgung zu setzen“, sagte Siebert.

von Andreas Schmidt

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