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Rhön lädt Kritiker ein

Antwort an Hochschulmediziner Rhön lädt Kritiker ein

Die Rhön-Klinikum AG antwortet den deutschen Hochschulmedizinern: In einem offenen Brief weist sie deren Einschätzung zurück, die Privatisierung der Hochschulmedizin sei gescheitert.

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Die Rhön-AG erklärt in einem offenen Brief an die deutschen Hochschulmediziner, die Privatisierung des UKGMs sei nicht gescheitert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin hatte diese Einschätzung Mitte der Woche verbreitet (OP vom 19. Juli). In einem „offenen Brief“ der Rhön-Klinikum AG an die Arbeitsgemeinschaft schreibt Vorstandvorsitzender Professor Martin Siebert, der Konzern unterstütze das Land und die Kommunen auch in Zukunft in der universitären Spitzenmedizin, in Forschung und Lehre. Mehr als 500 Millionen Euro seien seit der Privatisierung der Kliniken in Gießen und Marburg 2006 in die Region Mittelhessen „und in erstklassige Medizin und sichere Arbeitsplätze“ geflossen. Siebert bekennt sich für den Klinikkonzern zu Tariftreue und zu betrieblicher Mitbestimmung.

Siebert räumt zwar ein, dass das UKGM im Jahr 2012 „aufgrund der chronischen Unterfinanzierung der deutschen Krankenhäuser „in einer „wirtschaftlich schwierigen Lage“ war, aber die Probleme seien überwunden. Beschäftigtenzahlen und Zahl der behandelten Patienten würden steigen.

Das UKGM lobe zehn Prozent des Betriebsergebnisses, mindestens aber zwei Millionen Euro, für kliniknahe Forschungsprojekte aus. Die Vorwürfe der AG Hochschulmedizin seien insofern „polarisierend“ und träfen nicht zu, so das Fazit von Siebert. Er lud die Arbeitsgemeinschaft zu einem Gespräch ein.

Es ist das erste Mal seit längerer Zeit, dass ein Rhön-Vorstandsvorsitzender direkt öffentlich auf Vorwürfe und Einschätzungen aus Fachkreisen reagiert.

von TIll Conrad

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