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Rhön-Konzernbetriebsrat fordert Tarifverhandlungen

Keine Jobgarantie Rhön-Konzernbetriebsrat fordert Tarifverhandlungen

In einer Resolution fordert der Konzernbetriebsrat die Rhön Klinikum AG auf, umgehend mit der Gewerkschaft Verdi einen Beschäftigungs- und Standortsicherungs-Tarifvertrag zu verhandeln

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Ziel eines solchen Tarifvertrags müsse der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sein. „Ferner fordern wir die Garantie zum Erhalt aller Standorte“, so die Betriebsräte in einer Resolution, die in Bad Neustadt an der Saale verabschiedet wurde. Nachdem Rhön am Freitag einen Großteil der Krankenhäuser an den Konzern Fresenius verkauft hat, fürchten die Betriebsräte Kündigungen und den Abbau von Abteilungen. Zudem müsse vermieden werden, dass geltende Tarifverträge durch „gesellschaftliche Tricks“ wie die Überführung in neue GmbHs ausgehebelt werden. Die Tarifverhandlungen müssen innerhalb der nächsten zwei Wochen beginnen und zwingend bis zum Jahresende zum Abschluss kommen, fordert der Konzernbetriebsrat, der seit Dienstag in Bad Neustadt tagt. Eine weitere Forderung: Die Arbeitnehmervertreter der verkauften Kliniken und Gesellschaften müssten im jetzigen Konzernbetriebsrat für eine Übergangszeit weiter als Interessenvertretung von über 30.000 Beschäftigten beauftragt werden.

Befürchtungen nicht ausgeräumt

  Der Marburger Björn Borgmann und Vorsitzende der Konzern-Jugend-und Auszubildendenvertretung erklärte im OP-Gespräch, dass die Befürchtungen auch nach dem Gespräch mit den Rhön-Vorständen Dr. Dr. Martin Siebert und Martin Menger nicht ausgeräumt worden seien. Die Betriebsräte werden in den nächsten Wochen hart kämpfen, um alte und neue Rhön-Standorte und ihre Arbeitsplätze zu sichern.
Am Freitag hatte Rhön bekannt gegeben, dass es einen Großteil seiner Kliniken an Fresenius verkauft – in einem Gesamtpaket im Wert von 3,7 Milliarden Euro. In einem Brief an alle Mitarbeiter hatte Siebert erklärt, dass sie von der Neuaufstellung profitieren werden, Jobgarantien gab er nicht.

von Anna Ntemiris

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