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Rhön-Konzern macht Millionen-Gewin

Jahresbilanz Rhön-Konzern macht Millionen-Gewin

Die Rhön-Klinikum AG 
hat vergangenes Jahr gut 756 000 Patienten behandelt und dabei einen 
Gewinn von 87,4 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Die Rhön-Klinikum AG, zu der auch das UKGM gehört, erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 87,4 Millionen Euro.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Neustadt. Am Freitag stellte der Vorstand seine Jahresbilanz vor. Vergangenes Jahr lagen die Zahlen noch deutlich höher – die Kliniken der AG hatten damals 1,22 Millionen Patienten behandelt und einen Gewinn von 1,23 Milliarden erwirtschaftet. Allerdings kamen damals zahlreiche Einmaleffekte zum Tragen – denn die Rhön-Klinikum AG hatte insgesamt 43 Kliniken verkauft.

Auch in der aktuellen Bilanz seien sowohl Patientenzahlen als auch die Geschäftsentwicklung noch durch den im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Verkauf beeinflusst, wenn auch in deutlich verringertem Umfang, teilte das Unternehmen mit. Das Portfolio des Konzerns umfasse nun an allen fünf Standorten „maximalversorgungsnahe Einrichtungen“ mit insgesamt rund 5 300 Betten. Vor diesem Hintergrund erzielte das Rhön-Klinikum im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 1,11 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt bei 154,2 Millionen Euro, der Konzerngewinn beträgt 87,4 Millionen Euro. „Im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach der strategischen Neuausrichtung hat unser Konzern weiter Fahrt aufgenommen. Wir haben ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis erzielt und gleichzeitig intensiv an unserer Zukunftsperspektive gearbeitet“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Siebert.

So nehme man bei der Digitalisierung der Medizin mit zahlreichen Projekten eine Vorreiterrolle ein, etwa bei der Kooperation mit IBM für eine datengestützte Patientennavigation oder die Förderung von Start-ups im Medizinbereich durch die Gründung einer eigenen Gesellschaft. Konzern plant Dividende von 80 Cent je Aktie „In Verbindung mit der Campus-Konzeption zur Verzahnung der Gesundheitsversorgung insbesondere im ländlichen Raum sind wir gut aufgestellt, um als Anbieter von Spitzenmedizin und auch künftig attraktive Wachstums- und Ergebnispotentiale zu generieren“, so Siebert.

Umsatz zwischen 1,17 und 1,20 Milliarden Euro

Vorstand und Aufsichtsrat werden der diesjährigen Hauptversammlung am 8. Juni in Frankfurt vorschlagen, den Bilanzgewinn in Form einer Dividende in Höhe von 0,80 Euro pro Stückaktie an die Anteilseigner auszuschütten. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern nach 2014 ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angeboten. Insgesamt habe das Unternehmen gut 6,5 Millionen Aktien zu einem Gesamtpreis von rund 167 Millionen Euro zurückgekauft – das entspreche einem Anteil von etwa neun Prozent des Grundkapitals. Mit dem nunmehr nochmals bereinigten Bilanzgefüge „trägt der Konzern den Anforderungen eines kapitalkostenorientierten Ressourceneinsatzes Rechnung und ist in der Lage, die unternehmerischen Entwicklungschancen entschlossen nutzen zu können“, heißt es.

Zum 31. Dezember seien 15 654 Mitarbeiter in den Einrichtungen des Unternehmens beschäftigt gewesen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 1,17 und 1,20 Milliarden Euro sowie einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 155 und 165 Millionen Euro. Auch dabei würden ergebnisseitig positive und negative Einmaleffekte im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich auftreten, die sich teilweise gegenseitig kompensierten. „Diese resultieren überwiegend aus der bilanziellen Abwicklung der Transaktion mit Fresenius / Helios, der Erstkonsolidierung und Integration der Kreisklinik Bad Neustadt, aus Sonderbudgets für Innovation und EHealth, offenen Abrechnungsthemen sowie dem Aufbau eines größeren Ambulanzzentrums am Universitätsklinikum Marburg“, teilt der Konzern mit.

„Bei unserer Fokussierung auf maximalversorgungsnahe Dienstleistungen, medizinischen Innovationen und hervorragender Pflege wird sich Eines nicht verändern: Auch künftig steht bei uns der Patient im Mittelpunkt unseres Handelns“, versicherte Siebert. Der Konzern werde sich auch in der neuen Konstellation mit seinem Leistungsangebot an alle gesetzlich und privat Versicherten richten.

von Andreas Schmidt

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