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Rhön-Klinikum steigert Ergebnis

UKGM Rhön-Klinikum steigert Ergebnis

Mehr Umsatz und mehr Patienten: Nach einem Gewinneinbruch im Vorjahr erntet der Krankenhauskonzern aus Bad Neustadt erste Erfolge aus seinem Sparprogramm.

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Das Universitätsklinikum in Marburg gehört zum Rhön-Konzern. Das Unternehmen gab gestern seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt.Archivfoto: Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im ersten Halbjahr 2013 sind Patientenzahlen und Umsatz im Konzern der Rhön-Klinkum AG gestiegen. Das gab das Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale bei der Vorstellung der Quartalszahlen bekannt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 4,1 Prozent auf 151,5 Millionen Euro gestiegen, Damit lag der Konzern etwas unter den Erwartungen der Analysten, die mit 153 Millionen gerechnet hatten. Der Gewinn lag bei 50,8 Millionen Euro, das bedeutet ein Plus von einem Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2012.

„Weiterentwicklung des UKGM“

Im Vorjahr war der Überschuss wegen des gescheiterten Übernahmeversuchs durch Fresenius und Verzögerungen beim Umbau im Uniklinikum Gießen und Marburg eingebrochen. Gestiegene Patientenzahlen haben beim Umsatz zu seinem Plus von 8,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro geführt. In den ersten sechs Monaten wurden fast 1,35 Millionen Patienten in den 54 Kliniken des Konzerns behandelt.

Rhön führt das Umsatzwachstum auch auf die Konsolidierung der Dr. Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) in Wiesbaden zurück. Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Siebert bekräftigte den Ausblick für das laufende Jahr. „Die Integration der Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wisebaden und die Weiterentwicklung unseres Universitätsklinikums Gießen und Marburg liegen im Hinblick auf die avisierten Zielsetzungen im Zeit- und Maßnahmeplan“, so Siebert weiter. Zudem werde mittelfristig von organischen Wachstumsraten von rund 3,5 bis 4,5 Prozent pro Jahr ausgegangen.

Auch das Uni-Klinikum in Marburg verbucht mehr Patienten und höhere Fallzahlen. Insbesondere in der Kardiologie und Neurologie ist ein „Aufschwung“ zu vermelden, wie es während der jüngsten Betriebsversammlung von der Geschäftsführung verkündet wurde. Dort werden komplexere Fälle behandelt.

Für das Gesamtjahr 2013 rechnet das Unternehmen in Bad Neustadt weiter mit Umsatzerlösen in Höhe von drei Milliarden Euro. Außerdem werde mit einem EBITDA von 325 Millionen Euro und einem Konzerngewinn von 110 Millionen Euro gerechnet. Diese Zahlen können aber jeweils um fünf Prozent schwanken, hieß es.Als Zeichen der Kontinuität und für den weiteren Erfolg wertet Rhön auch die Amtszeitverlängerung von Martin Menger im Vorstand des Konzerns. Menger ist auch Vorsitzender des UKGM.

Rechtsstreit und Machtkampf geht weiter

Unterdessen geht der Rechtsstreit und Machtkampf zwischen den Gesundheitsriesen Rhön und B. Braun weiter. Die von Rhön-Klinikum beabsichtigte Streichung der Satzungsklausel, die für wichtige Unternehmensentscheidungen eine Mehrheit von 90 Prozent vorsieht, ist damit in weite Ferne gerückt. Das zuständige Registergericht in Schweinfurt will die Eintragung der Streichung ins Handelsregister wegen des Rechtsstreites um die Satzungsänderung aussetzen (die OP berichtete).

Mit einer Eintragung wäre die Änderung der Satzung rechtswirksam geworden. Im Juni hatte die Mehrheit der Aktionäre auf der Hauptversammlung überraschend die Satzungsänderung beschlossen. Nun sind mehrere Anfechtungsklagen anhängig, unter anderem weil Rhön-Gründer und Großaktionär Eugen Münch die Gegenstimmen von B. Braun wegen eines angebliches Formfehlers nicht mitgezählt habe. Eine endgültige Entscheidung des Registergerichts liegt noch nicht vor. von Anna Ntemiris

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