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Rhön-AG will 2013 profitabler werden

Jahresbilanz Rhön-AG will 2013 profitabler werden

Die Probleme im Universitätsklinikum Gießen und Marburg zeigen nun Auswirkungen auf die vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2012 des Betreibers Rhön-Klinikum AG.

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Der Rhön-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Siebert.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Rhön kündigte am Donnerstag nach einem heftigen Gewinneinbruch von 43 Prozent für 2013 wieder mehr Profit an.

2012 war der Gewinn des Klinikbetreibers mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale um fast 43 Prozent auf 92 Millionen Euro zurückgegangen.

Als Grund für den Einbruch nannte der im MDAX notierte Klinikkonzern nachteilige Folgen für das operative Geschäft durch die Übernahmeversuche von Fresenius sowie Kosten für Personalwechsel im Vorstand und „substanzielle Beratungskosten“. Fresenius hatte die Fusion mit Rhön nach mehreren gescheiterten Versuchen im Herbst aufgegeben, weil einige Konkurrenten bei Rhön eingestiegen waren. Die Übernahme hätte den Kliniks-Markt in Deutschland neu geordnet.

Der Konzerngewinn soll im laufenden Jahr rund 110 Millionen Euro erreichen, wobei eine Abweichung von fünf Prozent nach oben oder unten möglich sei, teilte der Konzern gestern in seiner Geschäftsbilanz für das vergangene Jahr mit. 2012 kletterte der Umsatz um knapp neun Prozent auf 2,86 Milliarden Euro, damit habe Rhön einen neuen Umsatzrekord erzielt. In den bundesweit 54 Kliniken des Konzerns haben sich mit rund 2,5 Millionen Mensch mehr Patienten behandeln lassen als je zuvor, erklärt das Unternehmen. Das waren rund 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Rhön kündigte an, „neue Potenziale für die Steigerung der derzeit unbefriedigenden Ergebnislage“ zu schaffen. Beim Umsatz will Rhön 2013 erstmals die Marke von drei Milliarden Euro durchbrechen. Rhön-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Siebert will den Konzern besser aufstellen. „Einige der sich uns 2013 stellenden Herausforderungen sind branchencharakteristisch, andere hingen hausgemacht“, so der Vorstandschef, der seit Oktober im Amt ist. „Viele erforderlichen Maßnahmen sind bereits in den ersten Monaten meiner Amtszeit konsequent aufgesetzt worden, sodass ich vorsichtig optimistisch bin, in einem überschaubaren Zeitraum eine positive Entwicklung insbesondere bei der Ergebnislage zeigen zu können“, sagte Siebert weiter.

Die Rhön-AG hatte Ende Januar eine Vereinbarung mit dem Land Hessen zur Zukunftssicherung des UKGM abgeschlossen. Siebert hatte betont, dass die vereinbarten Punkte nicht abgeschlossen worden seien, um einen finanziellen Effekt auf Konzernebene und für Aktionäre zu erzeugen.

von Anna Ntemiris

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