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Rekordergebnisse im Krisenjahr

DVAG Rekordergebnisse im Krisenjahr

Die Geschäfte florierten: Der Konzern-Lenker der DVAG, Dr. Reinfried Pohl, blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Umsatz und Gewinn des Finanzdienstleisters stiegen erneut.

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Durch das Zentrum für Vermögensberatung wird die DVAG ihre Wurzeln langfristig in Marburg behalten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) hat 2012 sowohl in Bezug auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit als auch den Jahresüberschuss ihr bestes Ergebnis in der bald vierzigjährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Dieser herausragende Geschäftserfolg, noch dazu in einem insgesamt recht schwierigen Marktumfeld, unterstreicht erneut die hohe Leistungskraft der DVAG“, erklärte gestern der Gründer und Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Finanzdienstleisters, Dr. Reinfried Pohl. Der Marburger Ehrenbürger wird in einer Woche 85 Jahre alt.

Der Sprecher des Unternehmens Udo Corts sagte im OP-Gespräch: Das „exzellente Ergebnis bestätigt die bundesweite Alleinstellung des Unternehmens. Gleichzeitig wird es mit dem Zentrum für Vermögensberatung dauerhaft seine Wurzeln in Marburg behalten“. Pohl hatte im OP-Interview im März erklärt, dass er dieses Zentrums ebenso wie die Holding bewusst in Marburg errichtet hat, um die Wirtschaftskraft seiner Heimatstadt zu stärken.

  • Die Euro-Schuldenkrise hat der Deutschen Vermögensberatung offenbar nicht geschadet: Im Krisenjahr waren mehr Beratungen als zuvor erwünscht. Der Kundenbestand sei um 1,7 Prozent auf sechs Millionen ausgebaut worden.
  • Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 4,2 Prozent auf 275,9 Millionen Euro, der Jahresüberschuss um 8,1 Prozent auf 184,8 Millionen Euro. Auch die Umsatzerlöse legten um 6,7 Prozent auf 1.185,8 Millionen Euro zu. Das Eigenkapital stieg um 7,4 Prozent auf 649,2 Millionen Euro. Die sich über dem Marktdurchschnitt befindende bilanzielle Eigenkapitalquote lag bei 57,0 Prozent (Vorjahr: 55,8 Prozent) - und damit wieder weit über dem Marktdurchschnitt, so das Unternehmen. Die liquiden Mittel der Deutschen Vermögensberatung beliefen sich auf über 800 Millionen Euro.
  • Neugeschäft: Das Beitragsaufkommen im Versicherungsgeschäft wuchs gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent und erreichte mit 1.220,4 Millionen Euro neuen Beiträgen einen neuen Rekord. Im Neugeschäft mit Lebensversicherungen und Bausparverträgen wurden allerdings Einbußen verzeichnet: Bei den Lebensversicherungen gingen die Ergebnisse um 6,3 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro zurück. Das Bausparverträge-Neugeschäft ging um 2,3 Prozent auf 2 Milliarden Euro zurück. Im Investmentbereich, der Investmentfonds einschließlich der Zuflüsse aus der Vermittlung von fondsgebundenen Lebensversicherungen beinhaltet, erhöhte sich die Summe um 8,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Im Bereich der Baufinanzierungen konnte mit 2,3 Milliarden Euro Finanzierungsvolumen ein neuer Rekordwert erzielt werden, der um 8,4 Prozent über dem Vorjahr lag.
  • Das Unternehmen hat exklusive Vertriebspartnerschaften etwa mit der AachenMünchener Versicherung bei Versicherungen und mit der Deutsche-Bank-Tochter DWS bei Investmentfonds. Das Geschäft läuft über freie Handelsvertreter, die von den Provisionen leben. Die Anteile am Neugeschäft der Partnergesellschaften lagen erneut auf hohem Niveau. So betrug 2012 der Anteil der DVAG am Neugeschäft der AachenMünchener Versicherung 98 Prozent, im Bereich der Lebensversicherung 97 Prozent. An den Partner DWS Investment wurden Neuanlagen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro vermittelt. Dies entspricht 90 Prozent des gesamten Investment-Neugeschäfts der Deutschen Vermögensberatung in Höhe von 1,9 Milliarden Euro.

von Anna Ntemiris

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Interview mit Dr. Reinfried Pohl
Unternehmer Reinfried Pohl hadert damit, wie seine Investitionen und Spenden wahrgenommen werden:  „Mich stört, dass man die positive Seite meiner Handlungen nicht sieht.“

In seiner Rolle als Gönner und Mäzen der Stadt Marburg fühlt sich Dr. Reinfried Pohl, einer der reichsten Menschen in Deutschland, gründlich missverstanden. Im zweiten Teil des exklusiven OP-Interviews bezieht er dazu klar Position.

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