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Reichtumsuhr macht auf Marktplatz Station

DGB plädiert für Vermögenssteuer Reichtumsuhr macht auf Marktplatz Station

Um auf die wachsende Diskrepanz zwischen Arm und Reich in Deutschland aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kürzlich auf dem Marburger Marktplatz die „Reichtumsuhr“ aufgestellt. Sie soll als Gegenstück zur Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler dienen.

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Die Reichtumsuhr des DGB verdeutlicht, wie das Privatvermögen in Deutschland verteilt ist.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Die Zahlen, die die Uhr anzeigt, basieren auf dem statistisch errechneten privaten Nettovermögen von Personen im Alter von mindestens 17 Jahren. Als Grundlage dient die Entwicklung des Gesamtvermögens zwischen den Jahren 2002 und 2007, wie sie vom Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt wurde. Die Reichtumsuhr schreibt diese Werte fort.

„Alle reden davon, dass Deutschland stark verschuldet ist und es sei kein Geld da“, sagt Gewerkschaftssekretär Dr. Ulf Immelt. „Dabei ist das Geld noch da – es ist nur anders verteilt.“ Das Nettovermögen der privaten Haushalte steige kontinuierlich an. Momentan seien es mehr als acht Billionen Euro. „Davon gehören mehr als fünf Billionen Euro den reichsten zehn Prozent der Bevölkerung, während sich das Vermögen der ärmsten zehn Prozent im Minusbereich bewegt“, verdeutlicht Immelt.

Abhilfe würde laut DGB die Einführung einer Vermögenssteuer schaffen. Denn durch den Verzicht auf eine angemessene Besteuerung hoher Vermögen verschenke die öffentliche Hand erhebliche Einnahmen – Geld, das zum Abbau der Verschuldung und für wichtige Aufgaben fehle, beispielsweise bei der Erziehung oder der Bildung.

von Andreas Schmidt

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