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Programm eröffnet Perspektiven für Frauen

Beratungsstelle für Berufsrückkehrerinnen Programm eröffnet Perspektiven für Frauen

Mit einem individuellen Beratungsangebot will 
„Arbeit und Bildung“ in Marburg Frauen wieder fit für den Arbeitsmarkt machen.

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Der Wunsch vieler Frauen nach der Familienzeit: Erfolgreich in den Job zurückkehren.

Quelle: Fotolia / Jeanette Dietl

Marburg. Frau M., die nicht mit vollständigem Namen genannt werden möchte, ist glücklich: Viele Jahre suchte die dreifache Mutter im Anschluss an eine längere Familienphase nach einer beruflichen Perspektive.

Nun steht sie wieder erfolgreich mitten im Berufsleben. Zunächst schien es nicht leicht: Schaffe ich es, Familie und Beruf zu verbinden? Welche Chancen habe ich auf dem Arbeitsmarkt? Welche Fähigkeiten sind gefragt, welches Wissen muss ich auffrischen? Und wie überzeuge ich Arbeitgeber mit meinen Bewerbungsunterlagen?

Bedingt durch ihren Migrationshintergrund war zudem unklar, ob der Berufsabschluss von Frau M. in Deutschland überhaupt anerkannt werden würde. Mit diesen Fragen wandte sich die 42-Jährige Anfang des Jahres an die „Beratungsstelle für Berufsrückkehrerinnen“ des Marburger Vereins „Arbeit und Bildung“. Dort werden Frauen beraten, die nach einer längeren beruflichen Auszeit wieder im Job durchstarten möchten. Gemeinsam mit den Frauen werden individuelle Lösungen erarbeitet, wie der Wiedereinstieg gelingen kann.

Praktische Hilfestellung wird gewährleistet

Dabei steht ein breitgefächertes Angebot zur Verfügung, erklärt Projektleiterin Kordula Weber: „Vom qualifizierten Einzelcoaching über Gruppenangebote zu Themen wie ,Vereinbarkeit von Familie und Beruf‘ oder ,Zeitmanagement‘ bis zur Entwicklung einer persönlichen Bewerbungsstrategie werden die Teilnehmerinnen individuell auf ihrem Weg begleitet.“

Zudem gebe es die Möglichkeit, mittels Kompetenzanalyse die eigenen Fähigkeiten zu erfassen und wiederzuentdecken, das persönliche berufliche Profil mit den Anforderungen des Arbeitsmarkts abzugleichen und eine eventuelle Weiterqualifizierung zu planen und umzusetzen. „Auch ganz praktische Hilfestellung wird gewährleistet, etwa bei der Frage nach der Kinderbetreuung“, so Weber.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle greifen auf mehrjährige Erfahrung zurück und seien innerhalb der Strukturen der Stadt und des Landkreises gut vernetzt. Das Projekt wird durch das Hessische Sozialministerium und den Europäischen Sozialfond gefördert, die Teilnahme ist daher kostenfrei.

Frau M. hat in dem knappen halben Jahr, in dem sie sich mit ihren Fragen an die Beratungsstelle wandte, enorm an Selbstbewusstsein gewonnen und eigene persönliche „Stolpersteine“ erfolgreich aus dem Weg geräumt. Nun arbeitet sie in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, und kann in diesem Bereich ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen.

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