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Planspiel lockert die „trockene Materie“ auf

Kooperation: Sparkasse und Blista Planspiel lockert die „trockene Materie“ auf

Sparkassen-Azubis und Blista-Schüler lernen 
gemeinsam, spielerisch ein Unternehmen zu leiten. Nun haben Sparkasse und Blindenstudienanstalt einen Kooperationsvertrag zur beruflichen Orientierung unterzeichnet.

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Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Andreas Bartsch (links) und Blista-Vorstand Claus Duncker 
festigten die Kooperation mit einem Vertrag.

Quelle: Maik Drossel

Marburg. Nach fünf Tagen endete für 24 Auszubildende des dritten Lehrjahres der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und neun sehbehinderte Oberstufenschüler der Carl-Strehl-Schule 
das Wirtschaftsplanspiel „Wiwag“. „Wiwag“ steht für „Wirtschaftswoche AG“ und ist 
eine computerunterstützte Unternehmenssimulation aus der Schweiz. Fünf Tage ein Unternehmer sein ist die Aufgabe des Spiels und soll den Teilnehmern betriebs- und volkswirtschaftliche Grundkenntnisse näherbringen.

Fünf bunt gemischte Gruppen sollten eine Woche selbst ein Unternehmen führen, Produk
tionsprozesse optimieren, die Finanzen im Auge behalten, eine Marketingstrategie entwickeln und lernen, sich mit ihrem Unternehmen in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Auszubildenden und Schüler hatten eine Woche Zeit, um ein Unternehmensmodell für die Produktion und Vermarktung einer fiktiven Uhr zu erstellen. Ihre Ergebnisse präsentierten die Teilnehmer während einer „Bilanzpressekonferenz“ im Veranstaltungsraum der Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Schüler lernen 
Auswirkungen kennen

Das Projekt fand bei den Teilnehmern großen Anklang. „Es ist interessant zu sehen, welche Auswirkungen Entscheidungen 
haben“, sagte ein Auszubildender der Sparkasse. Maurice 
Diesel von der Blindenstudienanstalt hatte großen Spaß, diese Entscheidungen realistisch gestalten zu können.

Dieses Jahr ist es das zwölfte Mal, dass Sparkassen-Azubis und Blista-Schüler die Gelegenheit bekamen, die praktischen Aufgaben eines Vorstandsmitglieds in einem Unternehmen kennenzulernen und selbst wahrzunehmen. Weil dieses Thema sehr trocken ist, wurde es als Spiel angelegt, erklärte Ulrike Ebel, die seit zwölf Jahren als Planspielbetreuerin für „Wiwag“ zuständig ist. Außerdem wurden durch das Planspiel auch Überwindungsängste der Auszubildenden behoben, da viele zum ersten Mal mit sehbehinderten Menschen zusammenarbeiteten.

Hilfe bekamen die Auszubildenden und Schüler von den Lehrern der Carl-Strehl-Schule 
Christian Hinrichs und Petra Dürrschmidt, die die Teilnehmer durch die Aufgaben geleitet haben. Michael Frantz, Leiter der Marketing-Abteilung der Sparkasse, bereitete die Unternehmer in spe auf die Organisation einer Pressekonferenz vor. Bei der Entwicklung von zielgruppengerechter Marketingstrategie erhielten die Jungunternehmer fachmännische Unterstützung von der Marburger Werbeagentur „die kommunikatöre“, die durch Tobias Hummel vertreten war.

Partnerschaft soll 
noch intensiver werden

Der Höhepunkt am Ende dieser Wirtschaftswoche war die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zur beruflichen Orientierung zwischen der Sparkasse und der Blindenstudienanstalt.

„Die Sparkasse funktioniert nur, wenn der Nachwuchs stimmt“, erklärte dabei Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Andreas Bartsch. Für den Vorsitzenden der Blindenstudienanstalt, Claus Duncker, ist dieser Vertrag eine Win-win-Situation.

„Die Sparkasse investiert in Geld und wir in Bildung“, sagte 
er beim Unterzeichnen. Die Schule und die Sparkasse streben dadurch eine Intensivierung ihrer Partnerschaft an. Diese Partnerschaft soll die pädagogische Arbeit der Schule 
durch stärkere Praxisbezüge unterstützen, wie etwa durch Angebote für Praktikumsplätze in der Sparkasse, Vorträge zum Thema Bewerbungstraining oder gemeinsame Aktivitäten wie das Planspiel „Wiwag“.

von Maik Drossel

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