Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Plagiarius für dreiste HOPPE-Kopie

Konsumgütermesse „Ambiente“ Plagiarius für dreiste HOPPE-Kopie

Zum 35. Mal wurde während der Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt der „Plagiarius“ verliehen. Eine der Negativauszeichnungen ging in diesem Jahr einmal mehr an einen chinesischen Hersteller, der einen HOPPE-Fenstergriff kopiert hatte.

Voriger Artikel
Notruf 113 organisiert Mahnwache
Nächster Artikel
Neues Styling macht um Jahre jünger

Links das Original, rechts die Kopie des HOPPE-Fenstergriffs Atlanta. Die Nachahmung erhielt nun den „Plagiarius“.

Quelle: Privatfotos

Stadtallendorf. Mit Plagiaten hat die Stadtallendorfer HOPPE AG jahrzehntelange Erfahrung. Zunächst kamen die Kopien vor allem aus Deutschland und Süd(west)-Europa, seit zehn bis 15 Jahren zunehmend aus Fernost, vor allem aus China, aber auch aus Südkorea.

Kopiert wurden Produktformen, Technik und sogar die Marke, teilt HOPPE mit. Auf der diesjährigen „Ambiente“ wurde nach 1999 und 2009 nun schon zum dritten Mal eine Nachahmung eines HOPPE-Produktes mit dem „Plagiarius“ ausgezeichnet – „abgekupfert“ von dem chinesischen Hersteller Shenzhen Guro Hardware Ltd.

Mit dem Negativpreis werden jährlich Hersteller und Händler besonders dreister Nachahmungen „ausgezeichnet“ und während einer internationalen Pressekonferenz bekanntgegeben. Der Preis ist ein schwarzer Zwerg mit einer goldenen Nase – als Symbol für die „goldene Nase“, die sich die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten innovativer Unternehmen erschleichen. Ziel der Aktion Plagiarius ist es, die Öffentlichkeit praxisnah über Ausmaß, Schäden und Gefahren von Plagiaten und Fälschungen aufzuklären.

Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 hat der deutsche Zoll mehr rechtsverletzende Waren beschlagnahmt als im gesamten Jahr 2009. Die Experten gehen von einem jährlichen Schaden von bis zu 50 Milliarden Euro für Deutschland aus. Mehr als 80 Prozent der in 2010 festgehaltenen Produkte hatten ihren Ursprung in Asien und dem vorderasiatischen Raum. Neu dabei ist, dass rund 56 Prozent aller aufgegriffenen Artikel aus Thailand kamen und somit China als langjähriger Spitzenreiter nur noch auf Platz 2 rangiert.

Die HOPPE-Gruppe ist ein international tätiges Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das von Wolf Hoppe und Christoph Hoppe in zweiter Generation geführt wird. 1952 wurde das Unternehmen von Friedrich Hoppe in Heiligenhaus gegründet. 1954 erfolgte die Verlagerung des Betriebes nach Stadtallendorf. HOPPE entwickelt, produziert und vermarktet Beschlagsysteme für Türen und Fenster. Die Gesamtleistung der Gruppe im Jahr 2010 beläuft sich voraussichtlich auf rund 234 Millionen Euro.

von Katharina Kaufmann

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr