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Fahrräder statt dicker Dienstwagen

Pharmaunternehmen GSK Fahrräder statt dicker Dienstwagen

Dienstfahrräder sind deutschlandweit im 
Kommen: In Marburg 
unterstützt die Firma GSK mit einem neuen Angebot die Fortbewegung ihrer Mitarbeiter und deren 
Angehöriger.

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Antje Schäfer fährt mit ihrem Dienstfahrrad von ihrem Wohnort Buchenau zum GSK-Standort nach Michelbach.

Quelle: GSK

Marburg. Das sogenannte 
Dienstwagenprivileg gilt seit 2012 auch für Fahrräder: Somit dürfen jetzt Dienstfahrräder nicht nur für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte, sondern auch für Privatfahrten uneingeschränkt genutzt werden. Immer mehr Unternehmen nutzen diese 
Neuregelung, um ihren Mitarbeitern ein Dienstfahrrad anzubieten, das auch deren Familien nutzen können.

Das Pharmaunternehmen GSK Vaccines GmbH in Marburg bietet zum Beispiel seit Mai allen Mitarbeitern den Abschluss eines Leasingvertrages an und der Mitarbeiter finanziert die Leasinggebühr durch Gehaltsumwandlung. Zusätzlich beteiligt sich das Unternehmen mit 10 Euro pro Monat an den Kosten über den Leasingzeitraum von drei Jahren. Der Mitarbeiter spart dadurch in der Leasinggebühr und auch bei Steuern und Abgaben. Der Arbeitnehmer wählt sich bei einem Händler sein Rad aus. Dieser füllt den Leasingantrag aus, schickt diesen zum Arbeitgeber und dieser gibt ihn frei und regelt das Finanzielle über die Gehaltsabrechnung.

Das Leasing gilt markenunabhängig für Fahrräder und Pedelecs jeder Art – also auch für E-Bikes. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter ist ein wichtiges Gut für GSK, ich freue mich daher, dass wir mit dem Dienstfahrrad zur sportlichen Betätigung unserer Mitarbeiter beitragen können“, erklärt Marburgs GSK-­Geschäftsführer Jochen Reutter.

Kosten, Gesundheit, Freizeitgestaltung

Mehr als 50 der mehr als tausend Mitarbeiter haben in den ersten sechs Wochen das Angebot für ein Dienstfahrrad in Anspruch genommen, erklärt Dr. Volker Husslein, Leiter interne Kommunikation. „Wir erwarten, dass die Nachfrage weiter anhält.“ Antje Schäfer, Kontrollleiterin Qualitätskontrolle, ist eine der ersten Mitarbeiterinnen, die das Angebot nutzen. Sie fährt mit ihrem Dienst-E-Bike 
von Buchenau zum Mars-Campus in Michelbach. Das sind zirka 20 Kilometer, dafür benötige sie 40 Minuten: „Das ist eine super Aktion, ich fühle mich fit, wenn ich auf der Arbeit ankomme, und wieder zuhause habe ich schon meinen Sport gemacht“, sagt sie.

Thomas Ferber, Manager Compensation & Benefits sagt, ein Dienstfahrrad unterscheide GSK von anderen Arbeitgebern in den Augen zukünftiger Bewerber. Husslein berichtet, dass im Vorfeld die Mitarbeiter nach den Beweggründen für eine mögliche Anschaffung eines Dienstfahrrads befragt worden seien. „Die wichtigsten Gründe waren die kostengünstige Anschaffung, gefolgt vom Gesundheitsaspekt sowie der Freizeitgestaltung.“

Das Thema hat auch einen Nebeneffekt: Wenn mehr Kollegen dem Beispiel Schäfers folgen, könnte auch die Parkplatzsituation zumindest am Standort Marbach entschärft werden, heißt es aus dem Unternehmen.

von Anna Ntemiris

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